Ärgern Sie sich auch wie der Rest der Schweiz?

Die drei grossen Schweizer Konsumentenschutz-Organisationen tragen jährlich ihre Beratungsanfragen, Beschwerden und Meldungen zusammen und erstellen die Ärgerliste der Konsumenten. Dieses Jahr ärgerten sich die Konsumentinnen und Konsumenten am häufigsten über Produktemängel, Garantiefragen und Lieferprobleme, gefolgt von aggressiven und unlauteren Verkaufsmethoden. An dritter Stelle folgen Probleme mit Telekom-Anbietern.

Wie jedes Jahr zieht die Allianz der Konsumentenschutz-Organisationen (der Konsumentenschutz, die Westschweizer FRC und die Tessiner ACSI) Bilanz und veröffentlicht die gesamtschweizerische Ärgerliste der Konsumenten.

Rang 1: Produktemängel und Garantiefragen
Über ein Drittel der Anfragen und Meldungen betrifft Probleme aus Kaufverträgen. Verzögerte oder nicht erfolgte Lieferungen sowie Produktemängel und Garantiefragen führen die Rangliste an. So werden insbesondere bei Smartphones und Kameras oft Garantieleistungen verweigert, worauf die Konsumenten beweisen müssen, dass die Defekte bereits beim Kauf bestanden. Diesen Beweis zu erbringen ist in der Regel ein Ding der Unmöglichkeit. Seit Jahren fordern deshalb die Schweizer Konsumentenschutz-Organisationen die Beweislastumkehr, wie sie auch im EU-Raum gilt.

Rang 2: Aggressive und unlautere Verkaufsmethoden
Trotz Callfilter von Swisscom, Sunrise und anderen Anbietern finden sich auch dieses Jahr die unerwünschten Werbeanrufe und andere unlautere Verkaufsmethoden an der Spitze der schweizerischen Ärgerliste.

Schon bald werden die Werbeanruffilter für alle Anbieter gesetzlich obligatorisch, das konnte der Konsumentenschutz durchsetzen. Aktuell begleitet er die diesbezügliche Anpassung der Fernmeldeverordnung.

Rang 3: Probleme mit Telekom-Anbietern
Auf dem dritten Platz finden sich die Telekom-Anbieter. Diese bauen ihre Profitabilität aus, indem sie Kundendienste abbauen oder sie mit Gebühren versehen (beispielsweise für Papierrechnungen), Preiserhöhungen intransparent kommunizieren und Kündigungen erschweren.

Der schwächelnde Wettbewerb im Telekommarkt vermindert die Wahlmöglichkeiten und beeinträchtigt damit den Konsumenten-Einfluss auf Preise und Service. Der Konsumentenschutz interveniert regelmässig bei allen Telekom-Anbietern wegen Problemen mit dem Kundendienst.

Auf den weiteren Plätzen folgen Probleme mit unerlaubten Inkassoforderungen, Versicherungen, Finanzdienstleistern und schwindendem Service Public.

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