Sehschwäche im Alter - AHV/EL übernehmen (unter Umständen) einen Teil der Brillenkosten

Alterssichtigkeit – vom Augenoptiker auch „Presbyopie“ genannt – macht das Lesen in der zweiten Lebenshälfte ohne Brille erst beschwerlich, dann fast unmöglich.

Spätestens ab dem 50. Altersjahr können die meisten Menschen Kleingedrucktes nur noch mit ausgestreckten Armen lesen. Dies ist ein normaler Prozess, der ebenso wie ein schlechteres Dämmerungssehen und erhöhte Blendempfindlichkeit auf das Altern zurückzuführen ist. Die Fähigkeit der Augen, Dinge in nächster Nähe scharf zu sehen, hat abgenommen und die dadurch entstandene
Altersweitsichtigkeit kann mit einer Lesebrille korrigiert werden. Ältere brauchen bei Seh-Aufgaben auch mehr Licht. Eine individuelle Leselampe kann aber auch dieses Problem kompensieren. Auch das Lesen von Zeichen und Texten am Computer-Bildschirm kann mit dem Älterwerden beschwerlich werden. Wichtig ist hier, dass der Kontrast erhöht und die Zeichengrösse bei Bedarf den Bedürfnissen angepasst wird.

Im besten Falle entscheidet man sich für eine Gleitsichtbrille. Diese korrigiert nämlich nicht nur die Nähe, sondern auch gleich die Ferne und die Zwischenbereiche. So muss die Brille nicht permanent gewechselt werden. Zudem ist ein komfortables Sehen möglich, was sonst nicht gegeben wäre.

Ihre Vorteile kann die Gleitsichtbrille besonders gut bei der Arbeit am Computer oder beim Autofahren unter Beweis stellen. Hier punktet sie nämlich mit ihrem deutlichen Sehen in allen Bereichen besonders stark. Bei der Arbeit am Computer muss nicht nur der Bildschirm gut gesehen werden. Auch die Tastatur, der Schreibtisch im Allgemeinen und eventuelle Kunden oder Kollegen in der Ferne müssen gut erkannt werden. Mit einer Gleitsichtbrille, die viele unterschiedliche Sehbereiche fliessend miteinander verbindet, ist dies ohne weiteres möglich.

Gleiches gilt für das Autofahren. Auch hier muss nicht nur die Strasse gut erkannt werden, sondern auch der Tacho und die Bedienelemente. Alles ist unterschiedlich weit entfernt, sodass auch hier eine Brille mit vielen Sehbereichen die beste Alternative ist.

Was tun, wenn die Ferne noch funktioniert?

Nun bedeutet die Alterssichtigkeit nicht von vorne herein, dass neben der Nähe auch die Ferne davon betroffen ist. Viele Fehlsichtige benötigen nur in der Nähe eine Korrektur und können in der Ferne noch sehr gut sehen. In solch einem Fall gilt es dann genau zu überlegen, welche Brille am besten geeignet ist. Soll damit lediglich die Zeitung gelesen und Handarbeiten ausgeführt werden, reicht eine reine Lesebrille aus. Gerne auch als halbes Gestell, sodass für die Ferne einfach über den Rahmen darüber geschaut werden kann. Wird die Brille allerdings zum arbeiten benötigt, dann lohnt wieder die Gleitsichtbrille, die zwar in der Ferne ohne Korrektur auskommt, die Nähe und die Zwischenräume aber optimal korrigiert.

Der Gang zum Optiker oder Augenarzt sollte nicht zu lang hinausgezögert werden. Denn nur eine Fachkraft kann die richtige Brille empfehlen.

Wenn Sie Spezialbrillen benötigen, dann wird die AHV/EL einen Teil der Kosten übernehehmen. EL-Bezüger können unter Umständen die vollen Kosten geltend machen. 

Hilfsmittel

 

Kostenübernahme

Häufigkeit

Lupenbrillen

Monokulare Binokulare

590.00
900.00

5 Jahre

Fernrohrlupenbrillen

Monokulare Binokulare

1334.00
2048.00

5 Jahre

Wer hat Anspruch auf Hilfsmittel?

Altersrentnerinnen und -rentner.

Im Alter können sich Behinderungen einstellen, die durch Hilfsmittel wie Hörgeräte, Lupenbrillen, Prothesen, Rollstühle etc. erleichtert oder überwunden werden können. Die AHV leistet Kostenbeiträge für eine Reihe solcher Hilfsmittel an Altersrentnerinnen und -rentner, die in der Schweiz wohnen. Die Ausgleichskassen und die Pro Senectute sind verantwortlich für die Abgabe oder die Vergütung der Kosten von Hilfsmitteln.

Sie haben Anspruch auf Hilfsmittel der AHV, wenn Sie eine Altersrente
oder Ergänzungsleistungen beziehen und in der Schweiz wohnen.
Haben Sie vor Erreichen des AHV-Rentenalters Hilfsmittel der IV oder einen
Kostenbeitrag zu deren Anschaffung erhalten, so haben Sie nach Erreichen
des AHV-Rentenalters weiterhin Anspruch auf diese Leistungen, solange
die Voraussetzungen erfüllt sind.

Anmeldung des Anspruchs

 Wo muss ich den Anspruch auf Hilfsmittel anmelden?
Sie können den Anspruch auf Hilfsmittel mit dem Formular 009.001 – Anmeldung Hilfsmittel der AHV bei der IV-Stelle des Wohnsitzkantons
anmelden.

 

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