Strategie Gesundheit2030: Bundesrat Berset eröffnet Konferenz zur Gesundheit im Alter

Die Chancen auf ein langes Leben standen in der Schweiz noch nie so gut. Das Gesundheitssystem ist allerdings noch ungenügend darauf ausgerichtet, dass im Alter die Menschen häufig mit mehreren chronischen, nichtübertragbaren Krankheiten oder psychischen Erkrankungen leben. Auf Einladung von Bundesrat Alain Berset diskutieren heute an der ersten Konferenz zur neuen Strategie Gesundheit2030 in Bern rund 250 Akteure aus allen gesundheitspolitischen Bereichen über die Gesundheit im Alter.

Frauen haben in der Schweiz heute eine Lebenserwartung von mehr als 85, Männer von fast 82 Jahren. In den nächsten Jahren wird insbesondere die Altersgruppe der über 80-Jährigen weiter zunehmen. Als Folge des demografischen Wandels steigt die Zahl der Menschen mit nichtübertragbaren Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Sie haben häufig aufwändige Pflege-, Behandlungs- und Betreuungsangebote nötig. Diese sind heute nur ungenügend vorhanden oder nicht koordiniert und deren langfristige Finanzierung ist nicht gesichert.

Prävention nichtübertragbarer Krankheiten
Um diese Entwicklungen aufzufangen, setzt der Bundesrat in seiner neuen Strategie Gesundheit2030 unter anderem einen Schwerpunkt bei der Gesundheit im Alter. «Gesund älter werden» ist eines von acht Zielen der im Dezember 2019 beschlossenen Strategie. Dieses Ziel steht im Zentrum der Konferenz, die Bundesrat Berset heute Morgen eröffnet hat.

In seiner Eröffnungsrede sagte Bundesrat Berset, es lohne sich, in jeder Lebensphase in die Prävention zu investieren: «Wenn wir die gesunde Lebensspanne verlängern können, haben wir viel gewonnen - die Menschen gewinnen an Lebensqualität und unser Gesundheitssystem wird entlastet.» Dafür brauche es eine umfassende Gesundheitspolitik, die auch die gesellschaftlichen Strukturen und Rahmenbedingungen wie Bildung, Einkommen oder soziale Teilhabe berücksichtigt.

Die Strategie Gesundheit2030 setzt neue Schwerpunkte
In der Strategie 2020 - 2030 legte der Bundesrat die gesundheitspolitischen Prioritäten für die kommenden zehn Jahre fest. Im Zentrum stehen die vier dringlichsten Herausforderungen für das Gesundheitswesen: die demographischen Veränderungen, eine qualitativ hochstehende, bezahlbare Versorgung, der digitale Wandel sowie ein gesundes Arbeitsumfeld und umweltbedingte Gesundheitsrisiken.

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