Das starke Rauchen hat sich in den letzten 25 Jahren halbiert

Im Jahr 2017 rauchten 27% der Bevölkerung. Während die Raucheranteile sich in den letzten Jahren nicht gross verändert haben, kam es zu einer eigentlichen Veränderung der Konsummuster beim Rauchen. So hat sich der Anteil der starken Raucherinnen und Raucher, welche 20 Zigaretten oder mehr pro Tag konsumieren, in den letzten 25 Jahren halbiert. Im selben Zeitraum nahmen die sozialen Unterschiede beim Rauchen zu, und zwar zulasten der Personen ohne nachobligatorische Schulbildung. Dies geht aus den Zahlen der Schweizerischen Gesundheitsbefragung (SGB) hervor, welche vom Bundesamt für Statistik (BFS) durchgeführt wurde und heute Dienstag veröffentlicht wurden.

Nach eigenen Angaben rauchten 2017 31% der Männer und 23% der Frauen. Weitere 24% (Männer) respektive 19% (Frauen) haben früher einmal geraucht, das Rauchen aber wieder aufgegeben. Die meisten Raucherinnen und Raucher beginnen als Jugendliche oder junge Erwachsene mit dem Rauchen, so dass die Raucheranteile bei den Personen unter 35 Jahren am höchsten sind. Deutlich weniger Raucherinnen und Raucher sind vor allem in der Altersklasse ab 65 Jahren zu beobachten, unter anderem wegen einer höheren Krankheitsbelastung und einer erhöhten vorzeitigen Sterblichkeit von Rauchenden.

Die Raucherzahlen stagnierten in den letzten zehn Jahren

Nachdem der Anteil der Rauchenden zwischen 1992 und 1997 anstieg (von 30% auf 33%), ist er anschliessend während den zehn Jahren bis 2007 (28%) wieder gesunken. Seither bleibt er auf dem gleichen Niveau stehen (27%). Die Geschlechterdifferenzen haben sich in den letzten 25 Jahren allerdings verringert.

Halbierung der Anteile der starken Raucherinnen und Raucher

Raucherinnen und Raucher reduzierten in den letzten 25 Jahren die Menge der gerauchten Zigaretten pro Tag. So haben sich die Anteile der starken Raucherinnen und Raucher (20 Zigaretten oder mehr pro Tag) bei beiden Geschlechtern halbiert (von 12% auf 6%). Diese Veränderung ist ausgehend von den Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu erkennen. Zudem findet sie vor allem in den höheren sozialen Schichten statt.

Soziale Unterschiede haben sich vergrössert

Beim Tabakkonsum sind im Jahr 2017 starke soziale Unterschiede festzustellen, am deutlichsten bei den Personen unter 45 Jahren. In dieser Altersklasse rauchen Personen ohne nachobligatorische Schulbildung öfters als Personen mit Tertiärausbildung (43% gegenüber 27%). Sie rauchen zudem auch mengenmässig mehr Zigaretten pro Tag. Der Anteil der starken Raucherinnen und Raucher ist in dieser Altersgruppe bei den Personen ohne nachobligatorische Schulbildung rund fünf Mal höher (15% gegenüber 3%). Vor 25 Jahren war dieser Unterschied noch nicht so ausgeprägt (18% gegenüber 13%). Personen ohne höhere Schulbildung beginnen nicht nur vermehrt mit dem Rauchen, es gelingt ihnen zudem auch weniger häufig, wieder mit dem Rauchen aufzuhören.

Teilweise gegenteilige Entwicklung nach Geschlecht

Die Entwicklung des Tabakkonsums verlief in der Vergangenheit bei den Geschlechtern unterschiedlich. Bei den Männern findet sich bei den älteren Geburtsjahrgängen (1935 bis 1955) zunächst ein leichter Rückgang des Anteils der Personen, die jemals geraucht haben. Bei der Geburtskohorte 1965 ist der Rückgang besonders deutlich. Anschliessend bleiben die Raten für die Geburtsjahrgänge bis 1995 unverändert.

Bei den Frauen stiegen dagegen von den Geburtsjahrgängen 1935 bis 1955 die Anteile der Personen, die jemals geraucht haben, noch kontinuierlich und markant an. Anschliessend kommt es bei den Jahrgängen 1965 und 1975 zu einem leichten Rückgang. Wie bei den Männern bleiben auch bei den Frauen seither die Anteile stabil.

Gleichbleibende Ausstiegsquoten

Über die Zeit hinweg gibt es zudem kaum Unterschiede beim Ausstiegsverhalten. Die einzelnen Generationen gleichen sich bezüglich der Tendenz, das Rauchen aufzugeben. Etwas weniger als die Hälfte der Personen, die mit dem Rauchen angefangen haben, hört auch wieder damit auf (44%). 61% der Rauchenden möchten gerne das Rauchen aufgeben.

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