Uran im Trinkwasser - Proben erfreulich

Uran ist ein Stoff, der natürlicherweise in der Umwelt vorkommt. Via Lebensmittel gelangt der Stoff auch in den menschlichen Körper. Aufgrund der toxischen Eigenschaften hat das BLV die Uranbelastung der Schweizer Bevölkerung untersucht. Die Ergebnisse sind erfreulich.

Uran
Uran hat toxische und radioaktive Eigenschaften. Seine Gehalte in der Natur variieren je nach geologischem Untergrund. In Graniten der Alpen sind diese beispielsweise höher als im Mittelland. Durch natürliche Prozesse wie z.B. Erosion und durch menschliche Aktivitäten wie z.B. Bergbau gelangt Uran in die Umwelt und dadurch auch in Lebensmittel, insbesondere ins Trinkwasser. Dies wurde in einer Schweizer Studie über das Vorkommen von Uran in Trinkwasser bestätigt.

Vorkommen und Risiken
Uran hat keine biologische oder physiologische Funktion im Körper. Bei den Gehalten, die üblicherweise in Lebensmitteln vorkommen, sind nicht seine radioaktiven Eigenschaften, sondern seine chemisch-toxischen Eigenschaften relevant. Studien zeigen, dass eine hohe Uranbelastung gesundheitsschädigend sein kann, wobei die Niere das empfindlichste Organ ist.

Der Mensch nimmt Uran hauptsächlich über Lebensmittel auf. Die Belastung ist in der Regel niedrig, kann aber zum Beispiel in Regionen mit erhöhten Urangehalten im Trinkwasser grösser sein. Deshalb wurde der durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Richtwert für Trinkwasser in der Schweizer Gesetzgebung festgelegt.

Geringe Belastung der Schweizer Bevölkerung
Aufgrund der geographischen Lage der Schweiz mitten in den Alpen hat das BLV die Uranbelastung der erwachsenen Bevölkerung im 2010-2011 untersucht. Zu diesem Zweck wurde in einer landesweiten Studie der Urangehalt in Urin von knapp 1400 erwachsenen Personen gemessen. Diese grosse Anzahl an Urinproben, jede davon gesammelt während 24 Stunden, ermöglicht eine genaue Bestimmung der täglichen Uranausscheidung, was wiederum Rückschlüsse auf die Uran-Einnahme der Personen zulässt.

Die Ergebnisse der Urantests sind erfreulich: Mit durchschnittlich 8 ng/L liegen sie in ähnlichen geringen Bereichen wie in Untersuchungen aus Deutschland (rund 6 ng/L). Bei diesen Gehalten wurden keine nachteiligen Effekte für die Gesundheit beobachtet.

Die Urangehalte können vom Wohnort und der Trinkgewohnheit von Wasser beeinflusst werden. Nicht bei allen in Alpengebieten wohnhaften Personen wurden jedoch höhere Urangehalte im Urin gefunden. Das hängt von den Ess- und Trinkgewohnheiten jeder einzelnen Person ab. . Die Studie zeigt weiter, dass auch Flaschenwasser eine Quelle von Uran darstellt. Dies ist nicht erstaunlich, wie eine Studie der EFSA zeigt, da Flaschenwasser leicht höhere Urangehalte als Leitungswasser enthalten kann (siehe «Weitere Informationen»).

Nach heutigem Kenntnisstand sind die gesundheitlichen Risiken der gemessenen Urangehalte klein. Aus diesem Grund wurden neben der Festlegung des Höchstwerts für Uran in Trinkwasser keine weiteren Massnahmen zur Reduktion der Uranexposition getroffen.

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