Aktuelle Nachrichten

18
Okt

Homeoffice-Empfehlung, 15er-Regel, Maskenpflicht auch privat

Homeoffice-Empfehlung, 15er-Regel, Maskenpflicht auch privat Bern, 18.10.2020 - Der Bundesrat hat an einer ausserordentlichen Sitzung am 18. Oktober 2020 mehrere, schweizweit gültige Massnahmen gegen den starken Anstieg der Infektionen mit dem Coronavirus ergriffen. Ab Montag, 19. Oktober, sind im öffentlichen Raum spontane Menschenansammlungen von mehr als 15 Personen verboten. In öffentlich zugänglichen Innenräumen muss eine Maske getragen werden. Eine Maskenpflicht gilt zudem in allen Bahnhöfen, Flughäfen und an Bus- und Tramhaltestellen. Er hat zudem Regeln für private Veranstaltungen mit mehr als 15 Personen aufgestellt. Ausserdem darf in Restaurants, Bars und Clubs nur im Sitzen konsumiert werden. Nach Konsultation der Kantone hat der Bundesrat die «Covid-19-Verordnung besondere Lage» entsprechend angepasst. Darin ist neu auch die Empfehlung zum Homeoffice verankert.   Der starke Anstieg der Fallzahlen in den letzten Tagen ist besorgniserregend. Er zeigt sich in allen Altersklassen und in allen Kantonen. Auch die Zahl der Hospitalisierungen nimmt zu. Ziel der neuen schweizweiten Massnahmen von Bund und Kantonen ist, die Gesundheit der Bevölkerung besser zu schützen und eine Überlastung des Gesundheitswesens in den nächsten Wochen und Monaten zu verhindern. Ziel ist auch, den Anstieg der Fallzahlen so stark zu bremsen, dass die Kantone das Contact Tracing weiterhin konsequent und umfassend sicherstellen können. Trotz der Einschränkungen soll das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben weitergeführt werden können. Schweizweit einheitliche Maskenpflicht Wer im öffentlichen Verkehr unterwegs und älter als 12 Jahre ist, muss seit dem 6. Juli 2020 eine Gesichtsmaske tragen. Diese Pflicht wird ab Montag, 19. Oktober neu auf Personen ausgedehnt, die sich auf Perrons oder in Bahnhöfen, Flughäfen oder anderen Zugangsorten des öffentlichen Verkehrs aufhalten. Wie bis anhin sind Personen, die etwa aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können, von der Maskentragpflicht ausgenommen. Zusätzlich gilt neu auch in öffentlich zugänglichen Innenräumen eine Maskentragpflicht, zum Beispiel in Geschäften, Einkaufszentren, Banken, Poststellen, Museen, Bibliotheken, Kinos, Theatern, Konzertlokalen, Innenräumen von zoologischen und botanischen Gärten und Tierparks, Restaurants, Bars, Discos, Spielsalons, Hotels (mit Ausnahme der Gästezimmer), Eingangs- und Garderobenräume von Schwimmbädern, Sportanlagen und Fitnesszentren, in Arztpraxen, Spitälern, Kirchen und religiösen Einrichtungen, Beratungsstellen und Quartierräumen. Ebenso gilt eine Maskentragpflicht in jenen Teilen der öffentlichen Verwaltung, die dem Publikum zugänglich sind. Die Pflicht zum Tragen einer Gesichtsmaske gilt in obligatorischen Schulen, Schulen der Sekundarstufe II und der Tertiärstufe, in Institutionen der familienergänzenden Kinderbetreuung sowie in den Trainingsbereichen von Sport- und Fitnesseinrichtungen nur dann, wenn sie im betreffenden Schutzkonzept vorgesehen ist. Vorgaben für private Veranstaltungen Viele Personen stecken sich an Veranstaltungen im Familien- und Freundeskreis mit dem Coronavirus an. Diese Veranstaltungen sollen wenn möglich vermieden werden. An privaten Veranstaltungen mit über 15 Personen darf künftig nur sitzend konsumiert werden. Wer nicht an seinem Platz sitzt, muss eine Maske tragen. Ausserdem müssen die allgemeinen Hygieneregeln eingehalten und die Kontaktdaten erhoben werden. Private Veranstaltungen mit über 100 Personen müssen analog den öffentlichen Veranstaltungen über ein Schutzkonzept verfügen, sie dürfen zudem nur in öffentlich zugänglichen Einrichtungen durchgeführt werden. Keine Versammlungen von mehr als 15 Personen im öffentlichen Raum Im öffentlichen Raum sind spontane Menschenansammlungen von mehr als 15 Personen verboten, namentlich auf öffentlichen Plätzen, auf Spazierwegen und in Parkanlagen. Damit soll insbesondere verhindert werden, dass private Anlässe in den öffentlichen Raum verlagert werden. Organisierte Veranstaltungen im öffentlichen Raum sind mit den entsprechenden Schutzmassnahmen weiterhin erlaubt, etwa politische und zivilgesellschaftliche Kundgebungen. Konsumation in Restaurationsbetrieben nur sitzend Das Konsumieren von Speisen und Getränken in Restaurants und Ausgehlokalen wie Bars oder Clubs ist nur noch sitzend erlaubt, unabhängig davon, ob in Innenräumen oder im Freien. Homeoffice-Empfehlungen Der Bundesrat hat zudem die «Covid-19-Verordnung besondere Lage» mit einem Absatz zum Homeoffice ergänzt. Arbeitgebende sind verpflichtet, die Homeoffice-Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit zu beachten. Mit dem Arbeiten zu Hause können grössere Menschenansammlungen vor allem zu Stosszeiten vermieden und enge Kontakte am Arbeitsplatz reduziert werden. Zudem wird das Risiko vermindert, dass bei einem Covid-19-Fall ganze Arbeitsteams in Quarantäne müssen. Die Federführung der Bewältigung der Covid-19-Epidemie in der Schweiz liegt seit dem 19. Juni 2020 bei den Kantonen. Der Bund erwartet von den Kantonen, weiterhin breit zu testen, ein lückenloses Contact Tracing sicherzustellen und mit gezielten Massnahmen zur Bekämpfung der Epidemie beizutragen.

Homeoffice-Empfehlung, 15er-Regel, Maskenpflicht auch privat
8
Okt

Sterbefasten. Wenn Senioren Essen und Trinken verweigern

Über 40 Prozent der Hausärztinnen und -ärzte in der Schweiz haben bereits Erfahrungen mit Sterbefasten gemacht, wie eine Studie der ZHAW zeigt. Die Mehrheit der befragten Ärztinnen und Ärzte steht dieser Form des selbstbestimmten Sterbens zwar positiv gegenüber, rund die Hälfte bezeichnete den Prozess jedoch auch als stressig.

Sterbefasten. Wenn Senioren Essen und Trinken verweigern
7
Okt

Bund will die Unterstützung von betreuenden Angehörigen verbessern.

Das neue Bundesgesetz über die Verbesserung der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenbetreuung wird in zwei Etappen in Kraft gesetzt. Dies hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 7. Oktober 2020 beschlossen. Mit der ersten Etappe, die am 1. Januar 2021 in Kraft tritt, werden die Lohnfortzahlung bei kurzen Arbeitsabwesenheiten geregelt und die Betreuungsgutschriften in der AHV ausgeweitet. Ausserdem wird der Anspruch auf den Intensivpflegezuschlag und die Hilflosenentschädigung der IV für Kinder angepasst. In einer zweiten Etappe wird per 1. Juli 2021 der bezahlte 14-wöchige Urlaub für die Betreuung von schwer kranken oder verunfallten Kindern in Kraft gesetzt werden.

Bund will die Unterstützung von betreuenden Angehörigen verbessern.
5
Okt

Augen auf beim Hundekauf

Hunde werden rund 15 Jahre alt und brauchen sehr viel Aufmerksamkeit. Ein Hundekauf darf kein Spontanentscheid sein. Die Verkaufsangebote müssen sorgfältig geprüft werden, da nicht alle seriös sind.

Augen auf beim Hundekauf
27
Mai

Coronavirus: Bundesrat beschliesst weitgehende Lockerungen per 6. Juni

 Ab dem 6. Juni 2020 werden die Massnahmen zur Bekämpfung des neuen Coronavirus weitgehend gelockert. Dies hat der Bundesrat aufgrund der positiven epidemiologischen Entwicklung an seiner Sitzung vom 27. Mai 2020 beschlossen. Alle Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen können wieder durchgeführt werden und neu sind spontane Versammlungen von maximal 30 Personen erlaubt. Alle Freizeitbetriebe und touristischen Angebote können Der Bundesrat hat per 27. April und 11. Mai 2020 Lockerungen der Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor COVID-19 beschlossen. Diese beiden Lockerungsschritte hatten keinen Anstieg der epidemiologischen Indikatoren zur Folge. Die Zahl der Neuinfektionen ist seit ein paar Wochen auf tiefem Niveau stabil, ebenso die Zahl der Hospitalisationen und der Todesfälle. Die Nachverfolgung enger Kontakte muss sichergestellt seinDer Bundesrat lockert deshalb die verbliebenen Einschränkungen per 6. Juni 2020 weitgehend. Bedingung ist, dass für alle Einrichtungen und Veranstaltungen Schutzkonzepte vorhanden sind. Die Hygiene- und Abstandsregeln müssen weiterhin eingehalten werden. Können die Distanzregeln nicht eingehalten werden, muss die Nachverfolgung enger Personenkontakte (Contact Tracing) sichergestellt sein, etwa mit Präsenzlisten. Versammlungsverbot: 30 statt 5 PersonenDas Versammlungsverbot im öffentlichen Raum, namentlich auf öffentlichen Plätzen, auf Spazierwegen und in Parkanlagen wird gelockert: Die Obergrenze wird per 30. Mai 2020 von bisher fünf auf 30 Personen erhöht. Unterschriftensammlungen im öffentlichen Raum sind mit entsprechendem Schutzkonzept ab dem 1. Juni wieder zulässig. Den Initiativ- und Referendumskomitees steht ein Standard-Schutzkonzept zur Verfügung. Bis Ende Mai gilt noch der Fristenstillstand bei eidgenössischen Volksbegehren.Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen erlaubtAb dem 6. Juni sind private und öffentliche Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen erlaubt. Dazu gehören etwa Familienanlässe, Messen, Konzerte, Theatervorstellungen oder Filmvorführungen, aber auch politische und zivilgesellschaftliche Kundgebungen.Der Bundesrat wird am 24. Juni 2020 über das weitere Vorgehen bei Veranstaltungen mit bis zu 1000 Personen und weitere Lockerungen beschliessen. Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen bleiben bis am 31. August 2020 untersagt.Sportveranstaltungen wieder möglichFür Sportveranstaltungen gelten dieselben Regeln wie für alle anderen Veranstaltungen. Wettkämpfe in Sportarten mit ständigem, engem Körperkontakt, wie Schwingen, Judo, Boxen oder Paartanz sind voraussichtlich bis am 6. Juli 2020 untersagt. Der Trainingsbetrieb ist für alle Sportarten ab dem 6. Juni ohne Einschränkung der Gruppengrösse wieder erlaubt. Dies gilt auch für Sportaktivitäten, in denen es zu engem Körperkontakt kommt. In diesen Sportarten müssen die Trainings aber in beständigen Teams stattfinden und Präsenzlisten geführt werden. Ferienlager für Kinder und Jugendliche möglichIm Sommer finden zahlreiche Lager mit Kindern und Jugendlichen statt. Viele Gemeinden organisieren zudem während den Ferien Tagesstrukturen. Diese Angebote sind ab dem 6. Juni mit den entsprechenden Schutzkonzepten möglich. Kinder und Jugendliche sollen die Tage möglichst in gleichbleibenden Gruppen verbringen. Für Lager gilt eine Obergrenze von 300 Teilnehmenden, zudem müssen Präsenzlisten geführt werden. Bergbahnen, Campings, Zoos und Schwimmbäder wieder offenAm dem 6. Juni können Bergbahnen, Campingplätze und touristische Angebote wie Rodelbahnen oder Seilparks wieder geöffnet werden. In Bergbahnen gelten die gleichen Hygiene- und Abstandsregeln wie im öffentlichen Verkehr. Alle Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe wie Casinos, Freizeitparks, Zoos und botanische Gärten können wieder öffnen, ebenso Schwimmbäder und Wellnessanlagen. Ab dem 6. Juni können auch Erotikbetriebe und Angebote der Prostitution wieder öffnen.Restaurationsbetriebe: grössere Gruppen erlaubtIn Restaurationsbetrieben wird ab dem 6. Juni die Beschränkung der Gruppengrösse auf vier Personen aufgehoben, und Aktivitäten wie Billard oder Live-Musik sind wieder möglich. Die Betriebe sollen die Nachverfolgung von Kontakten sicherstellen, bei Gruppen von mehr als vier Personen sind sie verpflichtet, die Kontaktdaten eines Gastes pro Tisch aufzunehmen. Die Konsumation erfolgt weiterhin ausschliesslich sitzend. Alle Lokale müssen um Mitternacht schliessen. Dies gilt auch für Discos und Nachtclubs. Sie müssen zudem Präsenzlisten führen und pro Abend sind nicht mehr als 300 Eintritte möglich. Präsenzunterricht in den Mittel-, Berufs- und HochschulenPräsenzunterricht in Mittel-, Berufs- und Hochschulen (Sekundarstufe II, Tertiärstufe und Weiterbildung) ist ab dem 6. Juni 2020 wieder erlaubt. Wie der Unterricht vor Ort wieder aufgenommen wird, entscheiden die Kantone oder die Bildungsinstitutionen. Diese können den Unterricht flexibel gestalten und die Möglichkeiten von Fernunterricht weiter nutzen.Empfehlungen zu Home-Office bleiben bestehenDie Unternehmen haben eingehend Erfahrungen mit Home-Office gesammelt. Gestützt darauf, entscheiden sie selber über die Rückkehr an den Arbeitsplatz. Der Bundesrat empfiehlt weiterhin, wo möglich im Home-Office zu arbeiten, auch um Spitzenauslastungen im öffentlichen Verkehr zu vermeiden. Besonders gefährdete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bleiben geschützt. Der Arbeitgeber bleibt in der Pflicht, besonders gefährdete Personen von zu Hause aus arbeiten zu lassen. Ist die Präsenz vor Ort unabdingbar, muss er die betreffende Person schützen, indem er die Abläufe oder den Arbeitsplatz entsprechend anpasst. Ausserordentliche Lage endet am 19. Juni 2020Der Bundesrat hat angesichts der epidemiologischen Entwicklung auch entschieden, die ausserordentliche Lage nach Epidemiengesetz per 19. Juni 2020 zu beenden. Ab dann gilt wieder die besondere Lage. Parallel dazu bereitet der Bundesrat die Überführung der relevanten Covid- Bestimmungen in ein dringliches und befristetes Covid-19-Gesetz vor, das voraussichtlich am 19. Juni 2020 in die Vernehmlassung geschickt werden soll.

Coronavirus: Bundesrat beschliesst weitgehende Lockerungen per 6. Juni
27
Mai

Erstmals Zeckenkontakte im zeitlichen und räumlichen Verlauf berechnet

Forschende der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) haben erstmals berechnet, wo und wie häufig in der Schweiz im Jahresverlauf Menschen und Zecken aufeinandertreffen. Dazu haben sie über eine App gesammelte Beobachtungsdaten der letzten fünf Jahre ausgewertet. Künftig soll ein Modell das aktuelle Zecken-Risikopotenzial voraussagen.  Zwei Drittel aller Zeckenkontakte wie Zeckenstiche oder -sichtungen werden im durchschnittlichen Jahresverlauf zwischen Mitte April und Mitte Juli gemeldet. Dies zeigen die über 24’000 Beobachtungsdaten der interaktiven Präventions-App «Zecke», die in den letzten fünf Jahren von den App-Nutzenden erfasst und ausgewertet wurden. Die geografische Verteilung unterscheidet sich zudem saisonal: Im Frühling stechen Zecken zuerst in tieferen Lagen des Mittellandes, bevor im April und Mai vermehrt Meldungen aus den dicht besiedelten Zentren und beliebten Ausflugsdestinationen eintreffen. Da Zecken keine Hitze vertragen, bleiben die Zeckenkontakte nach einer Pause im Hochsommer auf tiefem Niveau, bevor sie zum Winteranfang ganz wegfallen. Gemäss ZHAW-Forscher Werner Tischhauser wirkt sich die Corona-Krise indirekt auf den aktuellen Jahresverlauf ein: «Aufgrund erster Daten ist anzunehmen, dass das veränderte Bewegungsmuster der Outdoor-Aktiven öfter zum Zeckenkontakt in Naherholungsgebieten führt als in den Vorjahren.» Zecken-Hotspots sichtbar machenErstmals konnten ZHAW-Forschende darstellen, wo und wie häufig in der Schweiz im Jahresverlauf Menschen und Zecken aufeinandertreffen. Der raumzeitlichen Animation liegen Daten der Präventions-App «Zecke» zugrunde, die durch Nutzerinnen und Nutzer ab März 2015 bis Ende 2019 eingegeben wurden. Auf Basis der über 24’000 Zecken-Beobachtungsdaten wurde mit der «Kernel Density Estimation»-Methode für den Zeitraum von 30 Tagen und den Durchschnittswerten der letzten fünf Jahren die räumliche Verteilung der menschlichen Kontakte mit Zecken berechnet.  Wie sich das veränderte Reise- und Freizeitverhalten über die ganze Zeckensaison 2020 auswirkt, wird auch ein aktuelles Forschungsprojekt noch detailliert zeigen. Denn ZHAW-Forschende analysieren mit Hilfe von geografischen Informationssystemen, Data Science und künstlicher Intelligenz während zwei Jahren über die «Zecke»-App gesammelte Daten, um ein raumzeitliches Risikomodell zu entwickeln. Dieses soll das Zecken-Risikopotenzial für die kommenden zwei Wochen voraussagen können, vergleichbar mit einer Wetterprognose. Es soll beispielsweise Lehrpersonen schon in der Planungsphase einer Waldprojektwoche helfen, das Zeckenrisiko auf ein Minimum zu reduzieren.  Corona-Krise führt zu mehr ZeckenstichenDass die vermehrte Outdoor-Aktivität während der Corona-Krise vermutlich öfter zum Zeckenkontakt führt, verdeutlicht sich beispielsweise bei den App-Daten zu Ostern. Dann gingen 2020 ähnlich viele Meldungen ein wie im Zecken-Rekordjahr 2018. «Trotzt ausbleibendem Osterstau am Gotthard kam es nicht zum vermuteten Einbruch der Zecken-Beobachtungen. Anscheinend hatte das sommerliche Wetter auch die Tessinerinnen und Tessiner nach draussen gelockt», vermutet Tischhauser. Da Zecken aktiv sind und beim Stich FSME-Viren oder Borrelien-Bakterien übertragen können, stellt sich auch in Corona-Zeiten die Frage nach dem Schutz vor einer FSME-Infektion. Laut Tischhauser gelten auch hier die Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit (BAG): «Personen aus den Risikogruppen für COVID-19 sollten sich für eine FSME-Schutzimpfung zuerst mit der behandelnden Ärztin, dem behandelnden Arzt telefonisch absprechen. Diejenigen, die sich erstmals gegen FSME impfen lassen oder nach zehn Jahren den Impfschutz auffrischen wollen, sollen dies unverzüglich tun.» Es gebe laut BAG zudem keine Hinweise darauf, dass sich eine FSME-Impfung bezüglich einer möglichen Corona-Infektion negativ auf das Immunsystem auswirken würde. Zeckenbeobachtungen 2015 – 2019, App Zecke: https://youtu.be/WAh6Rh8Qx8gZHAW-App «Zecke»: www.zhaw.ch/iunr/zecken/

Erstmals Zeckenkontakte im zeitlichen und räumlichen Verlauf berechnet
20
Mai

Gottesdienste wieder möglich, gesetzliche Grundlage für SwissCovid-App

Gottesdienste können ab dem 28. Mai 2020 wieder stattfinden. Die Glaubensgemeinschaften müssen dazu Schutzkonzepte erarbeiten. Dies hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 20. Mai 2020 entschieden. Er hat zudem als gesetzliche Grundlage für die SwissCovid-App eine dringliche Änderung des Epidemiengesetzes zuhanden des Parlaments verabschiedet. Ausserdem hat er das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) damit beauftragt, frühzeitig einen Zugang zu Impfstoffen zu sichern. Glaubensgemeinschaften sollen ihr gemeinsames religiöses Leben wieder aufnehmen können. Ab dem 28. Mai 2020 sind sämtliche Gottesdienste und Feiern aller Religionen wieder erlaubt. Die Glaubensgemeinschaften haben eine Woche Zeit, um Schutzkonzepte zu erarbeiten und die Nachverfolgung von Infektionsketten sicherzustellen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat ein Rahmenschutzkonzept erstellt. Gesetzliche Grundlage für SwissCovid-AppDer Bundesrat hat zudem die gesetzliche Grundlage für die neue SwissCovid-App verabschiedet. Mit dem geänderten Epidemiengesetz erhält das BAG die Möglichkeit, ein Proximity-Tracing-System zu betreiben, mit dem die Weiterverbreitung des Virus eingedämmt werden kann. Die in der SwissCovid-App bearbeiteten Daten dienen alleine dem Zweck, die teilnehmenden Personen zu benachrichtigen, wenn sie möglicherweise dem Coronavirus ausgesetzt waren. Die App ergänzt das herkömmliche Contact Tracing der Kantone, also die Nachverfolgung und Unterbrechung der Infektionsketten. Die Nutzung der App ist freiwillig und die Teilnahme oder Nicht-Teilnahme darf keine Benachteiligungen oder Vorteile zur Folge haben. Der Datenschutz ist jederzeit gewahrt. Die Daten werden dezentral gespeichert und das System erfasst keine Standortdaten. Die technischen Details und der Quellcode sind öffentlich. Der Bundesrat wird das System ausser Betrieb nehmen, sobald es für die Bekämpfung des Coronavirus nicht mehr erforderlich ist. Die Vorlage soll vom Parlament in der Sommersession im Juni beraten werden. Stimmt es der Gesetzesänderung zu, kann die SwissCovid-App noch vor Ende Juni schweizweit eingeführt werden. In den kommenden Wochen wird die App in einer Pilotphase getestet. Zugang zu Impfstoffen sichernDer Bundesrat will die Erforschung und Entwicklung eines Impfstoffes beschleunigen und damit den schnellstmöglichen Zugang für die Schweizer Bevölkerung zu einem sicheren und wirksamen Impfstoff gewährleisten. Gleichzeitig soll ein Beitrag für einen fairen Zugang aller Länder zu einem solchen Impfstoff geleistet werden. Der Bundesrat geht davon aus, dass der immunologische Schutz in der Schweiz, wie auch in anderen Ländern nach Abklingen der ersten epidemischen Welle tief sein wird. Entsprechend gross wird der weltweite Bedarf an Impfstoffen sein. Der Bundesrat hat dem EDI den Auftrag erteilt, zusammen mit dem Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) Vertragsverhandlungen mit Impfstoffherstellern aufzunehmen. Der Bundesrat rechnet mit Kosten von rund 300 Millionen Franken für die erforderlichen Impfdosen und die Absicherung der Verfügbarkeit des Impfstoffes. Dieser Betrag kann voraussichtlich aus bereits für die Bekämpfung des Coronavirus bewilligten Krediten bezahlt werden. Für Spitalpersonal gelten wieder die üblichen Arbeits- und RuhezeitenAb Anfang Juni gelten ausserdem für das Spitalpersonal wieder die gesetzlich festgelegten Arbeits- und Ruhezeiten, da sich die Situation in den meisten Spitalabteilungen inzwischen normalisiert hat.

Gottesdienste wieder möglich, gesetzliche Grundlage für SwissCovid-App
8
Mai

Graubünden verschiebt den Muttertag auf den 14. Juni

Weil die Restaurants wegen der Corona-Situation am 10. Mai noch geschlossen sein müssen, verschieben die Bündner Gastro-Betriebe den Muttertag kurzerhand auf den Sonntag, 14. Juni 2020. Um Danke zu sagen, braucht es eigentlich kein spezielles Datum. Und trotzdem ist der Muttertag eine besondere Gelegenheit, um die Mama zu überraschen. In diesem Jahr fällt der Muttertag jedoch alles andere als normal aus. Social Distancing und Verhaltensregeln bestimmen den Alltag und je nach dem kann die Mutter gar nicht persönlich besucht werden. Da die Restaurationsbetriebe Ihre Türen erst wieder am Montag, 11. Mai 2020, öffnen dürfen, fällt auch das leckere Mittag- oder Abendessen im Lieblingsrestaurant aus.  Wertschätzung durch Bündner GastronomieAls Zeichen der Wertschätzung für alle Mütter verschiebt die Bündner Gastronomie den Muttertag auf den Sonntag, 14. Juni 2020. Bis dann stehen evtl. weitere Lockerungen an und die Restaurants in den klassischen Tourismusregionen sind auch wieder geöffnet. So kann der feine Sonntags-Brunch, ein saisonales Zmittag oder ein gemütlicher Znacht zusammen mit der ganzen Familie nachgeholt werden. Als besonderes Dankeschön offerieren die teilnehmenden Betriebe den Müttern am 14. Juni eine kleine Aufmerksamkeit wie z.B. ein Apéro, ein Dessert oder ähnliches.

Graubünden verschiebt den Muttertag auf den 14. Juni
6
Mai

Schulkinder und ältere Menschen bilden grösste Buchpreisjury der Schweiz

Mehr als 4'000 Seniorinnen und Senioren stellten mit Kindern im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren für den Prix Chronos die grösste Literaturpreisjury der Schweiz. Allein in der Deutschschweiz lasen, besprachen und bewerteten über 2’000 Teilnehmende im letzten Halbjahr vier ausgewählte Jugendromane, die sich humoristisch und durchaus kritisch dem Thema der Generationenbeziehungen annehmen und zum gegenseitigen Verständnis beitragen. «Oma zählt das Geld, aber das klappt nicht so gut», stellt Romy fest, die seit der Scheidung ihrer Eltern oft Zeit im Friseursalon ihrer Grossmutter verbringt. «Sie hat Stapel gemacht und braucht nur noch alles zusammenzuzählen. Das hat sie schon einmal gemacht. Aber offensichtlich stimmt es nicht. Vor Wut streicht sie das Ergebnis durch», beobachtet das Schulmädchen und ahnt noch nicht, dass dies erst der Anfang einer Bewährungsprobe für Jung und Alt sein würde. Oma Stine hat die Unterstützung ihrer Enkelin nämlich schon bald bitter nötig, denn sie ist dement und ihr Zustand verschlechtert sich rapide. Schliesslich muss Stine ihren Salon aufgeben und in ein Heim für Demenzkranke ziehen, wo es ihr nicht gut geht. Romy beschliesst kurzerhand, ihre Oma zu entführen und ihr einen grossen Traum zu erfüllen: eine Reise zurück in ihre Kindheit – nach Dänemark. Das Siegerbuch des diesjährigen Prix Chronos Deutschschweiz der niederländischen Autorin Tamara Bos schafft es, eine unverhoffte Wendung des Lebens mit Charme und Herz zu erzählen und das noch immer tabuisierte Thema Alzheimer feinfühlig, aber direkt anzusprechen. Gerade in der jetzigen Situation, in der das Coronavirus den Rückzug ins Private bedingt, ist gute Lektüre gefragt. Das Siegerbuch der 16. Durchführung des Literaturpreises bietet auf 176 Seiten nicht nur kurzweilige Lektüre, sondern auch Gesprächsstoff für ein Telefonat mit den Grosseltern respektive den Enkeln. Seit 16 Jahren im Dienste der Generationensolidarität Der Prix Chronos fördert den Austausch zwischen den Generationen über gemeinsame Lektüre. Pro Senectute und Pro Juventute laden Bibliotheken, Schulen, Jugendgruppen, Altersheime und Kirchgemeinden zur Teilnahme ein und bringen so Menschen aus zwei Generationen zusammen. «Besonders in der heutigen schnelllebigen Zeit wollen wir daran erinnern, dass  es wichtig ist, Raum für generationenübergreifende Projekte zu bieten», sagt Renate Ammon, die für Pro Senectute Schweiz den Prix Chronos in der Deutschschweiz verantwortet. «Darum ist dieser Preis, der in der Deutsch-​ und Westschweiz über 4'000 Jugendliche und Senioren über das gemeinsame Lesen in Kontakt bringt, so wichtig. Wir leisten damit einen kleinen, aber nachhaltigen Beitrag für ein besseres Verständnis zwischen den Generationen.» Beim Prix Chronos 2021 mitwirken Neben Tamara Bos Werk «Romys Salon» standen drei weitere Generationengeschichten zur Auswahl. Die Buchauswahl traf das Schweizerische Institut für Kinder-​ und Jugendmedien (SIKJM). Die SBS Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte war ausserdem dafür besorgt, dass alle Werke in geeigneter Form für Menschen mit Legasthenie oder einer Seheinschränkung zugänglich sind. Bald bietet sich die Gelegenheit, das nächste Gewinnerbuch des Prix Chronos  zu wählen. Ab August sind die nominierten Bücher 2021, die auf prixchronos.ch  aufgeschaltet sind, in rund 40 Bibliotheken ausleihbar. Für Personen mit Legasthenie stehen die Werke wiederum als Hörbucher und E-​Books in der Online-​Bibliothek buchknacker.ch zur Verfügung. Leserinnen und Leser mit einer Seheinschränkung erhalten die Bücher in Grossdruck und Braille bei der SBS.

Schulkinder und ältere Menschen bilden grösste Buchpreisjury der Schweiz
29
Apr

Coronavirus: Bundesrat lockert weitere Massnahmen ab dem 11. Mai 2020

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 29. April 2020 entschieden, die Massnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus weiter zu lockern. Ab Montag, 11. Mai 2020, können Läden, Restaurants, Märkte, Museen und Bibliotheken wieder öffnen, in den Primar- und Sekundarschulen darf der Unterricht wieder vor Ort stattfinden und im Breiten- und Spitzensport sind wieder Trainings möglich. Der öffentliche Verkehr wird wieder nach dem ordentlichen Fahrplan funktionieren. Für die Maturitätsprüfungen können dieses Jahr die Erfahrungsnoten im Zeugnis stehen, über schriftliche Prüfungen für die gymnasiale Maturität entscheiden die Kantone. Die Lockerungen werden durch Schutzkonzepte begleitet. Das Abstandhalten und die Hygienemassnahmen müssen nach wie vor eingehalten werden. Parallel zu diesen Öffnungsschritten werden die Einreisebeschränkungen gelockert. Ab dem 11. Mai soll zudem in allen Kantonen die flächendeckende Rückverfolgung von Neuinfektionen wieder aufgenommen werden. Die Verbreitung des neuen Coronavirus in der Schweiz hat sich weiter verlangsamt. Die Massnahmen zur Bekämpfung des Virus werden von der Bevölkerung umgesetzt und zeigen Wirkung. Deshalb hat der Bundesrat entschieden, weitere Massnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus zu lockern. Dabei geht er weiter, als am 16. April angekündigt. Ab dem 11. Mai können nicht nur Läden, Märkte und obligatorische Schulen, sondern auch Museen und Bibliotheken sowie Gastrobetriebe wieder öffnen. Die Abfolge der einzelnen Schritte folgt einer Risikoanalyse. Der Bundesrat hat berücksichtigt, wie stark die Lockerung einer Massnahme die besonders gefährdeten Personen betrifft, die Anzahl Personenkontakte erhöht und die Personenströme verstärkt. Er hat zudem beurteilt, wie einfach Schutzmassnahmen ergriffen werden können und wie gross die volkswirtschaftliche Bedeutung ist. Abstands- und Hygieneregeln gelten nach wie vorDer weitere Verlauf der Epidemie wird entscheidend davon abhängen, wie gut die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Diese gelten nach wie vor. Der Bundesrat wird die Auswirkungen der Lockerungen auf die Entwicklung der Epidemie mit einem Monitoring genau beobachten. Die Lockerungsschritte werden mit Schutzkonzepten begleitet. Alle Betriebe und Einrichtungen müssen ein Schutzkonzept haben, das sich entweder auf ein Branchenkonzept oder auf die Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit (BAG) und des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) abstützt.Über die dritte Etappe der Lockerungen ab dem 8. Juni wird der Bundesrat an seiner Sitzung vom 27. Mai entscheiden. Vorgesehen sind Entscheide zum Versammlungsverbot von mehr als 5 Personen, zum Präsenzunterricht an Gymnasien und Hochschulen, zu kulturellen Einrichtungen, Sportanlagen und Bergbahnen sowie zu Gottesdiensten. Der Bundesrat diskutiert dann zudem den Ausstieg aus der ausserordentlichen Lage gemäss Epidemiengesetz. Am 26. Juni will der Bundesrat weitere Entscheide fällen für den Sommer, basierend auf den Resultaten des Monitorings. Vorsichtige Öffnung der Gastronomie ab dem 11. MaiAb dem 11. Mai können Gastrobetriebe unter strengen Auflagen wieder öffnen. In einem ersten Lockerungsschritt sind an einem Tisch maximal vier Personen oder Eltern mit Kindern erlaubt. Alle Gäste müssen sitzen und zwischen den Gästegruppen sind zwei Meter Abstand odertrennende Elemente nötig. Über die weiteren Schritte entscheidet der Bundesrat am 27. Mai. Die etappierte Öffnung wird von Schutzkonzepten begleitet und wurde mit Branchenvertreter besprochen.Kantone entscheiden, wie der Unterricht durchgeführt wirdIn Primar- und Sekundarschulen darf ab dem 11. Mai wieder Präsenzunterricht durchgeführt werden. Dafür hat das BAG zusammen mit der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren Vorgaben für Schutzkonzepte festgelegt. Dazu wurden der wissenschaftliche Beirat (Science Taskforce) sowie weitere Expertinnen und Experten konsultiert. Die Kantone und Gemeinden werden bis zum 11. Mai 2020 die Umsetzung regeln und dabei die lokalen Gegebenheiten berücksichtigen. Die Schulen erhalten die Möglichkeit, den Unterricht im Klassenzimmer flexibel zu gestalten. An Gymnasien sowie an Berufs- und Hochschulen dürfen ab dem 11. Mai Veranstaltungen mit bis zu fünf Personen wieder abgehalten werden. Dies gilt auch für den Musikunterricht. Prüfungen können durchgeführt werden, wenn die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Präsenzveranstaltungen in grösseren Gruppen dürfen voraussichtlich ab dem 8. Juni wieder stattfinden. Gymnasiale und Berufsmaturität können auf Erfahrungsnoten setzenDie kantonalen Gymnasien können dieses Jahr auch auf die schriftlichen Maturitätsprüfungen verzichten, nachdem die Erziehungsdirektorenkonferenz EDK bereits beschlossen hatte, die mündlichen Prüfungen nicht durchzuführen (siehe separate Medienmitteilung). Der Bundesrat entspricht damit dem Antrag der EDK. Weiter wurde beschlossen, dass die Berufsmaturität 2020 ganz auf Erfahrungsnoten basierend erworben wird. Hier ist der Bund allein zuständig. Museen, Bibliotheken und Archive werden früher geöffnetDer Bundesrat hat entschieden, dass neben den Läden und Märkten am 11. Mai auch Museen, Bibliotheken und Archive wieder geöffnet werden sollen. In diesen Einrichtungen können die Abstands- und Hygieneregeln einfach umgesetzt und die Personenströme gut kanalisiert werden. Botanische Gärten und Zoos bleiben bis am 8. Juni 2020 geschlossen.Bundesrat erlaubt Sport-Trainings ab 11. Mai Der Bundesrat lockert auch im Sport die Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Ab dem 11. Mai können im Breitensport wieder Trainings in Kleingruppen mit maximal fünf Personen, ohne Körperkontakt und unter Einhaltung der Hygiene- und Distanzregeln stattfinden. Im Leistungssport gelten weniger starke Einschränkungen, insbesondere dürfen Trainings auch mit mehr als fünf Personen stattfinden. Der Bundesrat sieht zudem vor, in den Profiligen den Spielbetrieb unter Ausschluss der Öffentlichkeit ab 8. Juni 2020 zuzulassen.Einreisebeschränkungen werden ab 11. Mai schrittweise gelockertDer Bundesrat will die Corona-bedingten Einreisebeschränkungen parallel zu den wirtschaftlichen Öffnungsetappen schrittweise lockern (siehe separate Medienmitteilung). Ab dem 11. Mai sollen zunächst die vor dem 25. März eingereichten Gesuche von Erwerbstätigen aus dem EU/EFTA-Raum und aus Drittstaaten bearbeitet werden. Für Schweizer und EU-Bürger soll ab diesem Datum zudem der Familiennachzug in die Schweiz wieder möglich sein. Die Grenzkontrollen bleiben hingegen bestehen. Grossveranstaltungen bis Ende August verbotenDer Bundesrat hat zudem entschieden, dass Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen bis Ende August 2020 verboten bleiben. Damit will er Planungssicherheit schaffen. An Grossveranstaltungen ist das Übertragungsrisiko stark erhöht und die Rückverfolgung einer Ansteckung nicht möglich. Die Hygienemassnahmen und Abstandsregeln können zumeist nicht eingehalten werden. Vor den Sommerferien wird der Bundesrat die Lage neu beurteilen. Dabei berücksichtigt er die Politik der anderen Staaten. Am 27. Mai entscheidet er zudem, ab wann kleinere Veranstaltungen mit weniger als 1000 Personen wieder möglich sein werden.Alle Neuansteckungen rückverfolgenUm die Epidemie langfristig einzudämmen, hat der Bund ein Konzept für die Eindämmungsphase (Containment) erarbeitet. Sobald die Zahl der Neuansteckungen genügend gesunken ist, sollen alle Kantone mittels Befragungen die Übertragungsketten wieder flächendeckend rückverfolgen (Contact tracing). Sie sollen infizierte Personen frühzeitig entdecken und dafür sorgen, dass alle Personen mit Symptomen sich testen lassenkönnen und nicht nur wie bisher die besonders gefährdeten oder hospitalisierten Personen. Positiv getestete Personen werden isoliert, wer mit ihnen Kontakt hatte wird informiert und unter Quarantäne gestellt. Diese muss eingehalten werden, um die Infektionsketten zu unterbrechen. Das Testen von Personen mit leichten Symptomen, die keiner Risikogruppe angehören, ist Teil der epidemiologischen Kontrolle. Diese Kosten gehen deshalb zu Lasten der Kantone. Das Testen von Personen mit schweren Symptomen oder erhöhtem Komplikationsrisiko wird wie bis anhin von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) übernommen. Das EDI hat zudem aufgrund der raschen technischen Entwicklung entschieden, den Tarif für die Analyse zu Lasten der OKP auf den 30. April 2020 auf 95 Franken zu senken. Freiwillige App unterstützt die Eindämmung der EpidemieDer Bevölkerung soll zudem eine digitale Applikation zur Verfügung gestellt, die Bluetooth-Funktechnik verwendet und ihre Nutzer informiert, wenn sie zu lange in der Nähe zu Infizierten gestanden sind. Diese App wird derzeit durch die Eidgenössisch Technischen Hochschulen in Zürich und Lausanne zusammen mit dem Bund und der Science Taskforce entwickelt. Die Betroffenen können sich anschliessend über die Infoline des BAG beraten lassen. Der Gebrauch der App ist freiwillig, die eigenen Daten sind allein für die Benutzer einsehbar und es werden keine Personendaten oder Ortsangaben genutzt. Ausserdem wird die App nur während der Dauer der Krise eingesetzt. Diese Grundprinzipien müssen aus Sicht des Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) und der nationalen Ethikkommission NEK garantiert sein.

Coronavirus: Bundesrat lockert weitere Massnahmen ab dem 11. Mai 2020
29
Apr

Viele Schweizer fürchten Überwachung durch Contact-Tracing-App 

40 Prozent der Schweizer Bevölkerung sehen das Risiko, dass eine Contact-Tracing-App zu einer stärkeren Überwachung führen könnte. Eine Mehrheit plant dennoch, die App zu nutzen. Das zeigt eine repräsentative Befragung der ZHAW. Zwei von fünf Schweizerinnen und Schweizern haben Bedenken, dass die Behörden eine Contact-Tracing-App zur stärkeren Überwachung der Bevölkerung nutzen könnten. Zugleich beabsichtigen 68 Prozent, die App auf jeden Fall oder wahrscheinlich zu installieren. Zu diesen Resultaten gelangt eine repräsentative, landesweite Befragung der ZHAW School of Management and Law, die im Zeitraum vom 17. bis 26. April 2020 stattfand. Die Studie untersuchte die Einstellung gegenüber einer App zur freiwilligen, anonymen Kontaktnachverfolgung via Bluetooth, wie sie in der Schweiz zur Eindämmung von Coronainfektionen geplant ist. Fehlalarme befürchtet«Trotz der hohen grundsätzlichen Akzeptanz gibt es in der Bevölkerung offenbar einige Bedenken – selbst gegenüber einer Contact-Tracing-App, die keine Standort- und Bewegungsdaten erfasst», sagt Nico Ebert, Dozent am Institut für Wirtschaftsinformatik der ZHAW. Neben der Überwachungsgefahr befürchten rund 40 Prozent der befragten Personen, dass die App nicht richtig funktioniert und beispielsweise Fehlalarme auslösen könnte. Etwa 30 Prozent sorgen sich, dass ihr Smartphone leichter gehackt werden könnte. «Es ist deshalb wichtig, bei der Einführung einer Contact-Tracing-App auf diese Sorgen einzugehen. So braucht es etwa Transparenz über die genaue Funktionsweise der App und über Massnahmen zur Wahrung des Datenschutzes», erklärt Michael Widmer, Dozent am Zentrum für Sozialrecht der ZHAW. Nutzung aus VerantwortungsbewusstseinWie die Studie weiter zeigt, beabsichtigen fast 9 von 10 Befragten, eine allfällige eigene SARS-CoV-2-Infektion auf jeden Fall oder wahrscheinlich in der App zu melden. Eine grosse Mehrheit würde auch der Aufforderung der App folgen, eigene Kontakte stärker zu reduzieren oder sich in häusliche Quarantäne zu begeben, wenn ein erhöhtes persönliches Infektionsrisiko vorliegt. Die Resultate sind vergleichbar mit denen in anderen europäischen Ländern. «Zumindest in Bezug auf das beabsichtigte Nutzungsverhalten der Menschen wäre somit eine Voraussetzung gegeben, damit die App ihren Zweck erfüllen kann», sagt Ebert. «Allerdings lässt sich von den heutigen Absichten nicht zwingend auf die spätere tatsächliche Nutzung schliessen.»  Als Gründe für die Nutzung der App nannten die Befragten vor allem das Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Allgemeinheit (73 Prozent) und den Schutz von Familie und Freunden (67 Prozent). Die Hälfte möchte ausserdem zur Reduktion von Todesfällen unter älteren Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen beitragen. Breit abgestützte UmfrageDie Studie «Akzeptanz einer App zur Kontaktnachverfolgung von SARS-CoV-2 in der Schweizer Bevölkerung» haben das Institut für Wirtschaftsinformatik und das Zentrum für Sozialrecht der ZHAW School of Management and Law durchgeführt. An der Umfrage nahmen rund 2000 Personen aus allen Landesteilen teil. Grundlage war das Szenario einer App, die keine Standort- und Bewegungsdaten erfasst. Sie registriert stattdessen via Bluetooth anonym längere Kontakte zu anderen App-Nutzenden und informiert diese, wenn sie sich in der Nähe einer Person befunden haben, die eine Infektion gemeldet hat. Das Konzept entspricht der europäischen Initiative «DP-3T», die Datenschutzrisiken bei der Nutzung von Contact-Tracing-Apps zu reduzieren versucht. 

Viele Schweizer fürchten Überwachung durch Contact-Tracing-App 
28
Apr

Uran im Trinkwasser - Proben erfreulich

Uran ist ein Stoff, der natürlicherweise in der Umwelt vorkommt. Via Lebensmittel gelangt der Stoff auch in den menschlichen Körper. Aufgrund der toxischen Eigenschaften hat das BLV die Uranbelastung der Schweizer Bevölkerung untersucht. Die Ergebnisse sind erfreulich. UranUran hat toxische und radioaktive Eigenschaften. Seine Gehalte in der Natur variieren je nach geologischem Untergrund. In Graniten der Alpen sind diese beispielsweise höher als im Mittelland. Durch natürliche Prozesse wie z.B. Erosion und durch menschliche Aktivitäten wie z.B. Bergbau gelangt Uran in die Umwelt und dadurch auch in Lebensmittel, insbesondere ins Trinkwasser. Dies wurde in einer Schweizer Studie über das Vorkommen von Uran in Trinkwasser bestätigt. Vorkommen und RisikenUran hat keine biologische oder physiologische Funktion im Körper. Bei den Gehalten, die üblicherweise in Lebensmitteln vorkommen, sind nicht seine radioaktiven Eigenschaften, sondern seine chemisch-toxischen Eigenschaften relevant. Studien zeigen, dass eine hohe Uranbelastung gesundheitsschädigend sein kann, wobei die Niere das empfindlichste Organ ist. Der Mensch nimmt Uran hauptsächlich über Lebensmittel auf. Die Belastung ist in der Regel niedrig, kann aber zum Beispiel in Regionen mit erhöhten Urangehalten im Trinkwasser grösser sein. Deshalb wurde der durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Richtwert für Trinkwasser in der Schweizer Gesetzgebung festgelegt. Geringe Belastung der Schweizer BevölkerungAufgrund der geographischen Lage der Schweiz mitten in den Alpen hat das BLV die Uranbelastung der erwachsenen Bevölkerung im 2010-2011 untersucht. Zu diesem Zweck wurde in einer landesweiten Studie der Urangehalt in Urin von knapp 1400 erwachsenen Personen gemessen. Diese grosse Anzahl an Urinproben, jede davon gesammelt während 24 Stunden, ermöglicht eine genaue Bestimmung der täglichen Uranausscheidung, was wiederum Rückschlüsse auf die Uran-Einnahme der Personen zulässt. Die Ergebnisse der Urantests sind erfreulich: Mit durchschnittlich 8 ng/L liegen sie in ähnlichen geringen Bereichen wie in Untersuchungen aus Deutschland (rund 6 ng/L). Bei diesen Gehalten wurden keine nachteiligen Effekte für die Gesundheit beobachtet. Die Urangehalte können vom Wohnort und der Trinkgewohnheit von Wasser beeinflusst werden. Nicht bei allen in Alpengebieten wohnhaften Personen wurden jedoch höhere Urangehalte im Urin gefunden. Das hängt von den Ess- und Trinkgewohnheiten jeder einzelnen Person ab. . Die Studie zeigt weiter, dass auch Flaschenwasser eine Quelle von Uran darstellt. Dies ist nicht erstaunlich, wie eine Studie der EFSA zeigt, da Flaschenwasser leicht höhere Urangehalte als Leitungswasser enthalten kann (siehe «Weitere Informationen»). Nach heutigem Kenntnisstand sind die gesundheitlichen Risiken der gemessenen Urangehalte klein. Aus diesem Grund wurden neben der Festlegung des Höchstwerts für Uran in Trinkwasser keine weiteren Massnahmen zur Reduktion der Uranexposition getroffen.

Uran im Trinkwasser - Proben erfreulich
16
Apr

Bundesrat lockert schrittweise Massnahmen zum Schutz vor dem neuen Coronavirus

Ab dem 27. April 2020 können Spitäler wieder sämtliche, auch nicht-dringliche Eingriffe vornehmen und ambulante medizinische Praxen sowie Coiffeur-, Massage- und Kosmetikstudios ihren Betrieb wieder aufnehmen. Baumärkte, Gartencenter, Blumenläden und Gärtnereien dürfen wieder öffnen. Der Schutz des Publikums und der Arbeitnehmenden muss dabei sichergestellt sein. Dies hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 16. April entschieden. Wenn es die Entwicklung der Lage zulässt, sollen am 11. Mai die obligatorischen Schulen und die Läden wieder öffnen. Am 8. Juni sollen dann Mittel-, Berufs- und Hochschulen sowie Museen, Zoos und Bibliotheken wieder öffnen. Der Bundesrat hat zudem den Schutz besonders gefährdeter Arbeitnehmenden präzisiert. Aufgrund der epidemischen Entwicklung und gestützt auf Empfehlungen der Wissenschaft, lockert der Bundesrat ab dem 27. April die Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor dem neuen Coronavirus. Um Planungssicherheit zu schaffen, gibt er auch bekannt, wie er die weiteren Lockerungsschritte bis Anfang Juni plant. Für die Reihenfolge der Lockerungen hat der Bundesrat mehrere Risikofaktoren berücksichtigt. Dazu gehören die Zunahme enger Personenkontakte, die Zunahme von Personenströmen, die Zahl der betroffenen vulnerablen Personen oder die Möglichkeit Schutzmassnahmen zu ergreifen. Zudem hat der Bundesrat den wirtschaftlichen Nutzen der einzelnen Lockerungen bewertet. Schutz der Gesundheit und Vermindern der wirtschaftlichen SchädenDer Bundesrat verfolgt mit der Lockerungsstrategie mehrere Ziele: Er will weiterhin in erster Priorität die Gesundheit der Schweizer Bevölkerung schützen, insbesondere der besonders gefährdeten Personen. Die Lockerungen werden durch Schutzkonzepte begleitet. Diese können je nach Branche eine Empfehlung oder Pflicht zum Maskentragen beinhalten. Der Bundesrat will weiter die wirtschaftlichen Schäden möglichst gering halten und die Einschränkungen der Grundrechte wo möglich verringern. Die Strategie soll schweizweit einheitlich und unter Berücksichtigung der Massnahmen der Nachbarländer umgesetzt werden. Erste Etappe am 27. April 2020In der ersten Etappe lockert der Bundesrat ab dem 27. April die Massnahmen bei Einrichtungen, die nur eine geringe Anzahl direkter Kontakte aufweisen, Schutzkonzepte einfach umsetzen können und keine bedeutenden Personenströme verursachen. Die Massnahmen im stationären medizinischen Bereich werden gelockert, Spitäler dürfen wieder alle Eingriffe vornehmen. Ebenso können ambulante medizinische Praxen ihren normalen Betrieb wiederaufnehmen und wieder sämtliche, auch nicht-dringliche Eingriffe vornehmen. Dazu gehören unter anderem Praxen für Zahnmedizin, Physiotherapie und medizinische Massage. Damit sollen auch negative Folgen verhindert werden, die durch einen Verzicht auf Behandlungen und Untersuchungen entstehen könnten. Betriebe mit personenbezogenen Dienstleistungen mit Körperkontakt können ebenfalls wieder öffnen, zum Beispiel Coiffeurgeschäfte, Massagepraxen, Tattoo-Studios und Kosmetiksalons. Geöffnet werden auch Bau- und Gartenfachmärkte sowie Gärtnereien und Blumenläden. Zudem können auch unbediente öffentliche Einrichtungen wie Waschanlagen wieder öffnen. Schliesslich wird die Limitierung auf den engen Familienkreis bei Beerdigungen wieder aufgehoben. Ab dem 27. April werden zudem die Sortimentsbeschränkungen in Lebensmittelläden aufgehoben. Wenn sich Güter des täglichen Bedarfs und weitere Güter auf der Verkaufsfläche der Lebensmittelläden befinden, dürfen sie verkauft werden. Zweite und dritte Etappe: 11. Mai und 8. Juni 2020In der zweiten Etappe sollen ab dem 11. Mai die obligatorischen Schulen sowie die Einkaufsläden und Märkte wieder öffnen. Den Entscheid darüber will der Bundesrat am 29. April fällen. Am 8. Juni sollen in einem dritten Schritt die Mittel-, Berufs- und Hochschulen wieder Präsenzveranstaltungen abhalten dürfen. Gleichzeitig sollen Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe wie Museen, Bibliotheken, botanische Gärten und Zoos wieder öffnen und das Versammlungsverbot gelockert werden. Die Details zu dieser Etappe will der Bundesrat am 27. Mai beschliessen. Über weitere Etappen hat der Bundesrat noch keine Beschlüsse gefasst. Ab wann Grossveranstaltungen wieder möglich sein werden, entscheidet er in einer seiner nächsten Sitzungen. Etappen je nach Entwicklung der EpidemieDer Übergang von einer Etappe zur nächsten erfolgt dann, wenn es zu keinem deutlichen Anstieg von COVID-19-Fällen gekommen ist. Zwischen den einzelnen Schritten muss genügend Zeit verstreichen, um die Auswirkungen der Lockerungen beobachten zu können. Kriterien sind die Anzahl Neuinfektionen, Spitaleinweisungen und Todesfälle sowie die Spitalbelegungszahlen. Sobald die Fallzahlen in der Schweiz ausreichend gesunken sind, werden die Kantone die konsequente Rückverfolgung von Infektionsketten wieder aufnehmen: infizierte Personen sollen frühzeitig entdeckt, behandelt und isoliert, die Übertragungsketten eruiert und weitere Übertragungen verhindert werden. Dazu werden eine erweiterte Teststrategie, ein Contact Tracing-Konzept und eine App entwickelt, die über Kontakte mit infizierten Personen informiert. Die Massnahmen zum Abstandhalten und zur Hygiene bleiben gültig und wichtig. Besonders gefährdete Personen sollen weiterhin zu Hause bleiben. Schutz von besonders gefährdeten ArbeitnehmendenBei der schrittweisen Öffnung gewisser Dienstleistungen und Betriebe sollen besonders gefährdete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern umfassend geschützt werden. Der Bundesrat hat deshalb die Definition der besonders gefährdeten Personen und die Schutzmassnahmen präzisiert. Der Arbeitgeber ist in der Pflicht, besonders gefährdete Personen von zu Hause aus arbeiten zu lassen, wenn nötig durch eine angemessene Ersatzarbeit. Ist die Präsenz vor Ort unabdingbar, muss der Arbeitgeber die betreffende Person schützen, indem er die Abläufe oder den Arbeitsplatz entsprechend anpasst. Eine besonders gefährdete Person kann eine Arbeit ablehnen, wenn sie die Gesundheitsrisiken als zu hoch erachtet. Ist eine Arbeitsleistung zuhause oder vor Ort nicht möglich, hat der Arbeitgeber die Person unter Lohnfortzahlung freizustellen. Der Arbeitgeber kann ein ärztliches Attest verlangen, das aufzeigt, weshalb eine angestellte Person zu einer besonders gefährdeten Personengruppe gehört. Der Bundesrat hat aufgrund der epidemiologischen Situation den Kanton Tessin ermächtigt, die Einschränkungen von Wirtschaftsbranchen bis am 26. April zu verlängern.

Bundesrat lockert schrittweise Massnahmen zum Schutz vor dem neuen Coronavirus
15
Apr

ZHAW bietet kostenlose psychologische Hilfe für Privatpersonen

Viele Menschen sind wegen der Coronakrise verunsichert und Unternehmen stehen vor grossen Herausforderungen. Um die Situation zu entschärfen, bietet die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) niederschwellige psychologische Unterstützung und unkomplizierte Hilfe für Unternehmen. Die Coronakrise führt bei Privatpersonen genauso wie bei Unternehmen zu grossen Verunsicherungen. Aus diesem Grund hat die ZHAW beschlossen, ihr Know-how der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Zum einen berät die School of Management and Law KMUs, die zum Überleben schnell kommunikative Massnahmen ergreifen müssen, sich aber keine grossen Agenturen leisten können. Die Beratung ist kostenlos und steht auch (Nonprofit-)Organisationen mit kleineren Budgets zur Verfügung. Zum anderen bietet das IAP Institut für Angewandte Psychologie mit einem Care Team Beratungen per Telefon oder Video an. Auch dieses Angebot ist kostenlos und steht allen Menschen offen, die durch die aktuelle Situation persönlichen und familiären Spannungen ausgesetzt sind. Dieses Beratungsangebot soll auch eine Lücke schliessen, die entstanden ist, weil viele psychotherapeutische Angebote momentan nur eingeschränkt verfügbar sind. Psychologische Beratung in der KrisenzeitDie Situation rund um das Coronavirus und die angeordneten Massnahmen des Bundes führen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu einer veränderten Tagesstruktur. Nicht nur die sozialen Kontakte sind eingeschränkt, auch Unsicherheiten und Ängste nehmen zu, Sorgen um den Arbeitsplatz und Einkommensverluste steigen. All dies kann zu persönlichen und familiären Spannungen führen. Erschwerend kommt hinzu, dass viele psychotherapeutische Angebote eingeschränkt verfügbar sind. Aus diesem Grund bieten Psychologinnen und Psychologen des IAP Institut für Angewandte Psychologie kostenlose Beratungen per Telefon oder Video an. Zudem hat das IAP ein Informationsblatt erstellt, um Menschen in der aktuell angespannten Situation in ihrer Selbsthilfe zu unterstützen.  

ZHAW bietet kostenlose psychologische Hilfe für Privatpersonen
14
Apr

Eine Stunde lang durchatmen – und die Vögel zählen

Wer singt eigentlich da vor Ihrem Balkon? Ist es ein Girlitz, ein Grünfink oder doch eher ein Stieglitz? Und wer brütet im Baum oder im Nistkasten im Garten? BirdLife Schweiz lädt alle dazu ein, an der «Stunde der Gartenvögel» vom 6. bis am 10. Mai mitzumachen und eine Stunde lang die Vögel zu beobachten. Wenn die gefundenen Arten per Internet gemeldet werden, lassen sich interessante Auswertungen über Vögel und Gärten machen. In Zeiten der Coronakrise ein willkommener Ausgleich zum Sofa-Koller! Nebenbei gibt es einen Feldstecher im Wert von 500.- und weitere Preise zu gewinnen. Die Stunde der Gartenvögel ist eine Beobachtungsaktion von BirdLife Schweiz in Zusammenarbeit mit Coop Bau+Hobby. Begeben Sie sich auf eine Minisafari vor der eigenen Haustüre und beobachten Sie zwischen dem 6. und 10. Mai 2020 eine Stunde lang, wenn möglich morgens, die Vögel um Ihre Wohnung, Ihr Haus oder in einem Park. Schreiben Sie jede Vogelart auf: Vom Haussperling bis zum vorbei fliegenden Mäusebussard, vom singenden Rotkehlchen bis zum klopfenden Buntspecht. Am besten lassen sich Vögel am Morgen und am Abend beobachten, da sie dann am aktivsten sind. Vogelmännchen singen vor allem in den Morgenstunden und nochmals am Abend.  Melden Sie Ihre BeobachtungenNotieren Sie alle festgestellten Vogelarten mit der Höchstzahl gleichzeitig festgestellter Individuen und melden Sie Ihre Beobachtungen an BirdLife Schweiz, wenn möglich über die Internetseite. Hilfe und Hinweise zu den zu beobachtenden Vögeln geben nachfolgende Internetseiten.Einsendeschluss: 18. Mai 2020. Zur Homepage: Stunde der GartenvögelZum PDF-Flyer: Stunde der GartenvögelZum Online-Meldeformular: Stunde der Gartenvögel

Eine Stunde lang durchatmen – und die Vögel zählen
10
Apr

Umfrage Uni Bern: Wie sportlich aktiv sind Sie zur Zeit?

Aufgrund der momentanen Situation stellt sich die Frage, inwiefern die Corona-Pandemie das Bewegungs- und Sportverhalten und das Wohlbefinden der Schweizer Bevölkerung beeinflusst. Vor allem bei Senioren, aber auch bei der gesamten Schweizer Bevölkerung ist es natürlich spannend zu sehen ob ein Wegfallen der Bewegungs-Angebote auch zu weniger Bewegung führt. Dies untersuchen wir momentan in einem internationalen Forschungsprojekt. Das Forschungsprojekt wurde von der Universität Potsdam initiiert und wird unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sportwissenschaft der Universität Bern in der Schweiz durchgeführt. Um möglichst viele Informationen über die Schweizer Bevölkerung zu erhalten, sind wir auf ihre Hilfe angewiesen: Machen Sie hier an der kurzen Umfrage (ca. 10-15 Minuten) mit und teilen Sie diese Umfrage (Facebook, Twitter, E-Mail etc.) mit möglichst vielen Personen!Vielen herzlichen Dank für Ihre Mithilfe!   Hier geht es zur Umfrage  

Umfrage Uni Bern: Wie sportlich aktiv sind Sie zur Zeit?
8
Apr

Bundesrat verlängert Massnahmen um eine Woche und beschliesst etappenweise Lockerung

Die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus werden gut umgesetzt und zeigen Wirkung. Sie werden um eine Woche bis Sonntag, 26. April 2020, verlängert und noch im April schrittweise gelockert. Dies hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 8. April entschieden. Über die Etappen der Lockerung entscheidet der Bundesrat in seiner nächsten Sitzung vom 16. April. Die COVID-19-Epidemie hat sich in der Schweiz stark ausgebreitet. Die Geschwindigkeit der Ausbreitung hat in den letzten Tagen allerdings deutlich abgenommen. Die Massnahmen zur Bekämpfung des Virus werden gut umgesetzt und zeigen Wirkung. Aufgrund dieser epidemiologischen Entwicklung und gestützt auf Empfehlungen der Wissenschaft, verlängert der Bundesrat die Massnahmen zur Bekämpfung der COVID-19-Epidemie um eine Woche bis am Sonntag, 26. April 2020. Noch vor Ende des Monats sollen die Massnahmen vorsichtig und schrittweise gelockert werden. Die Kriterien für die Lockerung sind zum einen die Anzahl der Neuinfektionen, der Spitaleinweisungen und der Todesfälle. Zum anderen ist entscheidend, wie gut die Massnahmen zum Abstandhalten und zur Hygiene eingehalten und grössere Ansammlungen von Menschen vermieden werden können. Über die Etappen der Lockerung wird der Bundesrat an seiner nächsten Sitzung vom 16. April entscheiden. Damit eine Lockerung erfolgreich umgesetzt werden kann, müssen verschiedene Voraussetzungen gegeben sein. Das Vorgehen muss im Inland und mit dem Ausland koordiniert sein, Wirtschaft und Wissenschaft müssen einbezogen werden. Zudem sind genügend personelle und materielle Ressourcen für das Testen sowie für die Nachverfolgung von Kontakten nötig. Der Bundesrat wird die Lockerung der Massnahmen eng begleiten, um sofort reagieren zu können. Ziel des Bundesrats bleibt, die Bevölkerung, insbesondere vulnerable Personen, zu schützen, die weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern und das Gesundheitssystem vor einer Überlastung zu bewahren. Die Versorgung der Schweiz soll gesichert und die Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft minimiert werden. Der Bundesrat hat zudem aufgrund der epidemiologischen Situation den Kanton Tessin ermächtigt, die Einschränkungen von Wirtschaftsbranchen bis am 19. April zu verlängern.

Bundesrat verlängert Massnahmen um eine Woche und beschliesst etappenweise Lockerung
2
Apr

Vereinfachter Zugang zu Arzneimitteln gegen dermatologische und urogenitale Erkrankungen

Mehrere verschreibungspflichtige Arzneimittel zur Behandlung bestimmter dermatologischer und urogenitaler Erkrankungen können in Zukunft auf Rat des Apothekers oder der Apothekerin direkt in der Apotheke abgegeben werden. Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) hat die Empfehlungen der Expertengruppe angenommen, die mit der periodischen Prüfung der Arzneimittel, die ohne ärztliche Verschreibung abgegeben werden dürfen, beauftragt ist. Seit 2019, als die neuen Bestimmungen des revidierten Heilmittelgesetzes (HMG) in Kraft traten, können Apothekerinnen und Apotheker unter bestimmten Voraussetzungen verschreibungspflichtige Arzneimittel zur Behandlung häufiger Krankheiten abgeben. Damit sollen die Kompetenzen der Apothekerinnen und Apotheker bei der Betreuung von Patientinnen und Patienten mit bestimmten harmlosen Erkrankungen verstärkt werden. Eine Expertengruppe gibt dem EDI Empfehlungen dazu ab, welche Erkrankungen Apothekerinnen und Apotheker behandeln können und welche verschreibungspflichtigen Arzneimittel sie direkt abgeben dürfen. Die Liste der betroffenen Arzneimittel umfasste bisher Präparate zur Behandlung von saisonaler allergischer Rhinitis (Heuschnupfen), Verdauungsstörungen (Magengeschwüre, Verstopfung usw.) und Atemwegsbeschwerden (Bronchospasmen). Neu enthält sie zudem Arzneimittel gegen Hauterkrankungen wie Ekzeme, Akne oder Pilzinfektionen sowie Medikamente zur Behandlung von Erektionsstörungen und gynäkologischen Beschwerden wie Scheidenpilz. Insgesamt stehen rund 200 Arzneimittel, die nicht von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung vergütet werden, auf der Liste. Die aktuelle Liste der Indikationen und entsprechenden Arzneimittel ist in Anhang 2 der Arzneimittelverordnung (VAM) und auf der Website des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zu finden.

Vereinfachter Zugang zu Arzneimitteln gegen dermatologische und urogenitale Erkrankungen
25
Mär

MIGROS UND PRO SENECTUTE STARTEN KOSTENLOSE HEIMLIEFERUNGEN FÜR ALLE RISIKOGRUPPEN

Personen aus Risikogruppen sollen in der aktuellen Ausnahmesituation zuhause bleiben und nicht selber einkaufen. Daher startet die Migros mit Pro Senectute eine neue Möglichkeit zur Nachbarschaftshilfe und bietet einen kostenlosen Heimlieferservice für Lebensmittel für Risikogruppen an. Das Angebot wird am Dienstag in der Region der Migros Genossenschaft Aare lanciert und soll anschliessend auf die ganze Schweiz ausgedehnt werden. Das Angebot ergänzt alle bestehenden lokalen Hilfeleistungen ideal, so können auch bereits bestehenden Hilfsnetzwerke die Plattform nutzen. Die Migros startet in Zusammenarbeit mit Pro Senectute vorübergehend eine neue Möglichkeit der Nachbarschaftshilfe. Personen aus Risikogruppen und Menschen in Quarantäne oder Selbstisolation können damit dringend benötigte Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs kostenlos nach Hause bringen lassen. Als Helfer*in registrieren können sich alle gesunden Personen, die gerne Nachbarschaftshilfe leisten. Dies können zum Beispiel Personen sein, die sich in neu entstandenen lokalen Hilfsnetzwerken organisiert haben. Aber auch Migros-Mitarbeitende können eingesetzt werden, die aufgrund der Ausnahmesituation zurzeit keine fixe Arbeitszuweisung haben. Die Registrierung als Bringer funktioniert via App von Amigos, welche ab sofort in den App-Stores gratis erhältlich ist. Besteller müssen lediglich die Amigos-Website aufrufen, sich dort registrieren und schon kann die Bestellung aufgegeben werden. Kostenlose Heimlieferung via Website Personen der Risikogruppen sowie Menschen in Quarantäne oder Selbstisolation können als Besteller online ihre Einkäufe tätigen. Freiwillige Bringer aus der Nicht-Risikogruppe erledigen die Einkäufe und bringen sie – ohne direkten Kontakt – kostenlos zu den Bestellern nach Hause. Die Heimlieferung ist für die Besteller kostenlos Sie können den Bringern bei der Bestellung ein freiwilliges digitales Trinkgeld von fünf Franken geben. Damit soll eine Übergabe von Bargeld bei der Lieferung auf jeden Fall vermieden werden. Eine Möglichkeit zur telefonischen Bestellung wird in Kürze ebenfalls eingeführt. Start gestern Dienstag Die eindrückliche Solidaritätswelle in der ganzen Schweiz zeigt, dass das Bedürfnis für einen weiteren Versorgungskanal für die Risikogruppen besteht. Die Nachbarschaftshilfe startete daher bereits gestern Dienstag, 24. März 2020, im Einzugsgebiet der Migros Genossenschaft Aare (Aargau, Bern, Solothurn). Das Angebot soll baldmöglichst auf die ganze Schweiz ausgeweitet werden. Die Migros reaktiviert dazu die Technologie ihres Bringdiensts Amigos und stellt diese vorübergehend für die Initiative zur Verfügung. Alain Huber, Direktor von Pro Senecute Schweiz, begrüsst die Initiative: «Wir erachten die gemeinsame Dienstleistung mit der Migros als ideale Ergänzung zu den bestehenden Hilfeleistungen vor Ort. Wir gehen davon aus, dass in den nächsten Tagen und Wochen alle lokalen Organisationen noch mehr gefordert sein werden, um die Risikogruppen in der Deckung ihres täglichen Bedarfs zu unterstützen.» Hygieneregeln strikt einhalten Die Migros und Pro Senectute appellieren an alle Personen der Nicht-Risikogruppe, sich als Bringer zu registrieren, damit die Nachbarschaftshilfe möglichst rasch Fahrt aufnimmt. Bringer und Besteller müssen sich jedoch jederzeit an die Sicherheits- und Hygieneweisungen des Bundesamts für Gesundheit halten und dies online bestätigen. Bringer werden via die Amigos-App explizit daraufhin geschult. Alle wichtigen Links finden Sie hier: App-Download für Apple App-Download für Android

MIGROS UND PRO SENECTUTE STARTEN KOSTENLOSE HEIMLIEFERUNGEN FÜR ALLE RISIKOGRUPPEN
25
Mär

Frühling auf den Balkon zaubern

Ab wann den Balkon bepflanzen? Die meisten Balkon-Liebhaber interessiert, wann sie ihren Balkon bepflanzen sollten, damit er zur Sommerzeit schön blüht. Beliebt ist es, bereits hochgezogene Pflanzen zu kaufen und diese direkt in die Blumenkästen zu setzen. Am besten beginnen Sie mit dem Pflanzen der Sommerblumen Mitte Mai – denn zu dieser Jahreszeit droht meist kein Nachtfrost mehr, der den Pflanzen schaden könnte. Wollen Sie, dass Ihr Balkon bereits im Frühjahr schön blüht, können Sie Schneeglöckchen oder Krokusse einpflanzen: Damit diese rechtzeitig blühen, setzen Sie die Zwiebeln bereits in den Wintermonaten ein. Ähnlich können Sie mit Hyazinthen und Tulpen verfahren. Tipp: Damit die zarten Zwiebeln in den Wintermonaten nicht erfrieren, können Sie die Blumentöpfe grosszügig mit Tannenzweigen abdecken. Diese schützen vor Frost, Schnee und Eis. Sind Sie auf der Suche nach Pflanzen, die pflegeleicht und winterhart sind? Dann eignen sich mehrjährige Pflanzen. Mehrere Jahre überstehen diese Pflanzen die harten Wintermonate und fangen im Frühjahr und Sommer aufs Neue an zu blühen. Besonders für Balkonliebhaber, die nicht so viel Zeit für die Pflege und das Pflanzen haben, sind mehrjährige Pflanzen optimal geeignet. Hier sind einige Beispiele: Buchsbaum Hortensien Lavendel Rosen Schleierkraut Welche Blumenerde eignet sich für den Balkon? Jeder, der schon einmal in einem Gartencenter war, weiss: Das Angebot an Blumenerde ist gross. Doch welche ist die richtige für Balkonpflanzen? Entscheidend ist, dass Balkonerde eine bestimmte Beschaffenheit aufweist: Sie sollte Ihren Pflanzen festen Halt bieten, und dafür muss sie eine gewisse Dichte haben. Das ist wichtig, damit die Pflanzen stramm im Topf sitzen und nicht bei starkem Wind oder Regen den Halt verlieren. Viele fragen sich auch, ob sie für jede Pflanze eine andere Blumenerde brauchen – schliesslich haben die Pflanzen auch unterschiedliche Bedürfnisse. Diese Orientierung ist hilfreich: Einjährige Pflanzen: Herkömmliche Balkonerde Mehrjährige Pflanzen: Balkonerde mit Langzeitdünger Kräuter und Gemüse: Bio-Balkonerde beziehungsweise Kräutererde Spezialerden: Auch diese haben durchaus ihre Daseinsberechtigung. Wenn Sie zum Beispiel Himbeere oder Heidelbeeren anpflanzen, sollten Sie spezielle Beerenerde kaufen. So bieten Sie den Sträuchern alles, was sie für ein gesundes Wachstum brauchen. Auch für Kakteen, Bonsai und Orchideen sind die Spezialerden sinnvoll. Balkon richtig bepflanzen: Worauf muss ich achten? Bevor Sie beginnen, Ihre Pflanzen zu setzen, achten Sie darauf, dass die Gefässe sauber sind. Zum Reinigen eignet sich ein Handfeger gut. Bürsten Sie Blumenkästen und Töpfe gut ab. Anschliessend wischen Sie mit einem feuchten Lappen nach. Oft sind die Gefässe von hartnäckigen Kalkablagerungen beschmutzt. Um diese zu entfernen, können Sie sie in ein Wasserbad stellen, in das Sie ein paar Spritzer Essig und/oder Zitronensäure gegeben haben. Als nächstes machen Sie sich Gedanken über den geeigneten Standort Ihrer Pflanzen für den Balkon: Manche Pflanzen lieben Sonne, andere brauchen eher Schatten. Welche Pflanzen Sie auswählen, sollten Sie daran festmachen, wie Ihr Balkon ausgerichtet ist. Haben Sie einen Südbalkon und setzen Pflanzen, die nicht viel Sonne vertragen, werden Sie keine Blütenpracht geniessen können. Andersrum gilt das Gleiche: Geht Ihr Balkon nach Norden oder Osten, hält sich die Sonneneinstrahlung in Grenzen. Dementsprechend sind Pflanzen, die viel Sonne brauchen, nicht geeignet. Für Südbalkone empfehlen sich beispielsweise mediterrane Pflanzen wie Rosmarin, Lavendel, Geranien, Petunien und Salbei. Schattige Balkone können hingegen mit Fleissigen Lieschen, Glockenblumen, Begonien, Dipladenien, Margeriten und Fuchsien verziert werden. Achten Sie beim Kauf der Pflanzen darauf, dass deren Standortbedingungen zu Ihrem Balkon passen. Informationen dazu finden Sie meist auf der Verpackung der Samen oder auf kleinen Zetteln, die an den Pflanzen befestigt sind. Haben Sie alle Gefässe und Pflanzen parat, geht es ans Einpflanzen. Tipp: Wenn Sie Blumenkästen bepflanzen, setzen Sie auf 1 Meter fünf bis sieben Blumen. Zu Beginn füllen Sie eine Drainageschicht ein – so kann überschüssiges Giesswasser gut abfliessen. Für diese Schicht können Sie zum Beispiel Blähton verwenden. Darüber bietet sich nun eine dünne Schicht aus Vliesan; so verhindern Sie eine Verschlammung. Nun können Sie die Blumenerde in die Töpfe und Kästen geben. Bevor Sie die Pflanzen setzen, sollten Sie diese wässern: Nehmen Sie die Pflanze samt Plastiktopf und tauchen Sie sie solange in Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Dann entfernen Sie den Plastiktopf. Tipp: Wenn dieser festsitzt, schlagen Sie ihn leicht an und drehen Sie ihn dann langsam und vorsichtig ab. So löst sich der Wurzelballen leichter aus dem Plastik. Stellen Sie sicher, dass die Wurzeln nicht verfilzt sind und lockern Sie sie gegebenenfalls auf, damit Sie die Pflanze besser einsetzen können. Bedecken Sie die Wurzeln im Blumentopf anschliessend mit Erde. Achten Sie aber darauf, dass Sie Platz zum Rand für das Giessen lassen – rund 2 Zentimeter sind ausreichend. Angesichts der momentanen Lage dürfte es schwierig bis unmöglich sein,  Samen und Setzlinge beim Gärtner oder in einem Blumenzenter zu kaufen. Die unten genannten Grossverteiler bieten (unter anderen) eine Online-Bestellung an und senden die Ware nach Hause.  https://www.obi.ch/garten-freizeit/pflanzen/c/867 https://www.doitgarden.ch/de/c/1807568925/garten/pflanzen https://www.bauundhobby.ch/themen/gartenwelt.html

Frühling auf den Balkon zaubern
24
Mär

Schutz vor häuslicher Gewalt auch in Corona-Zeiten gewährleistet

Betroffene von häuslicher Gewalt können sich in allen Kantonen an die bestehenden Unterstützungsstrukturen wenden und erhalten Hilfe. Sowohl die Opferberatungs-stellen als auch die Schutzunterkünfte bieten ihre Dienstleistung im gewohnten Rahmen an. Auch die Polizei steht weiterhin jederzeit zur Verfügung. Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass die aktuelle Situation aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus zu einer Zunahme von häuslicher Gewalt führen kann. Die allgemeine Verunsicherung und fehlende Ausweichmöglichkeiten bei Konflikten in der eigenen Wohnung sind mögliche Ursachen dafür. Derzeit wird in den Kantonen noch keine grundsätzliche Verschlechterung festgestellt. Nach wie vor kümmern sich auf Kantonsebene die Opferhilfe-Beratungsstellen um die Opfer von häuslicher Gewalt. Für Personen, die in der eigenen Wohnung nicht sicher sind, kann weiterhin eine Schutzunterkunft beispielsweise in einem Frauenhaus vermittelt werden. Die aktuelle Lage führt auch zu keinen Änderungen in der Strafverfolgung; der Schutz der Opfer hat für die Polizei weiterhin oberste Priorität. Bei Gewaltvorfällen kann die Polizei weiterhin die Wegweisung einer gewalttätigen Person von ihrem Zuhause verfügen und Gefährdungen von Kindern an die zuständigen Behörden melden. Die Anordnung von Kontakt- und Annäherungsverboten ist weiterhin möglich und die kantonalen Behörden kümmern sich weiter um Hochrisikosituationen. Der Bund hat eine Taskforce der verantwortlichen Behördenstellen einberufen unter der Federführung des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG. Dieser Rahmen erlaubt es, die Situation regelmässig und in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen kantonalen Konferenzen (Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren SODK, Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren KKJPD, Schweizerische Konferenz gegen häusliche Gewalt SKHG) zu beurteilen und bei einer allfälligen Zunahme der häuslichen Gewalt geeignete Massnahmen zu prüfen.  Hilfsangebote bei häuslicher GewaltFür gewaltbetroffene PersonenIm NotfallPolizei: www.polizei.ch,   Telefon 117 Medizinische Hilfewww.erstehilfe.ch, Telefon 144Informationen und Adressen zu kostenloser, vertraulicher und anonymer Beratung in der ganzen Schweiz www.opferhilfe-schweiz.chAdressen zu Schutzunterkünftenwww.frauenhaus-schweiz.ch Für gewaltausübende PersonenAdressen zu Beratung und Lernprogrammenwww.fvgs.ch

Schutz vor häuslicher Gewalt auch in Corona-Zeiten gewährleistet

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