Auch Frauen sind für Rentenalter 65

Eine repräsentative Studie des Forschungsinstituts GFS Bern zeigt auf, dass sich derzeit eine breite Mehrheit für das Frauenrentenalter 65 ausspricht. Foto: shutterstock Eine repräsentative Studie des Forschungsinstituts GFS Bern zeigt auf, dass sich derzeit eine breite Mehrheit für das Frauenrentenalter 65 ausspricht. Foto: shutterstock

Das Schweizer Volk will die AHV-Rente sichern und nimmt sogar eine Erhöhung der Mehrwertsteuer in Kauf. Eine Studie des gfs-Forschungsinstitutes bringt noch weitere erstaunliche Erkenntnisse.

78 Prozent der Männer und 54 Prozent der Frauen befürworten ein höheres Rentenalter für Frauen. Insgesamt hat sich die Problemwahrnehmung zur Altersvorsorge in den letzten drei Jahren wesentlich verändert. Augenscheinlich macht den Schweizer Stimmberechtigten der generelle Blick in die Zukunft anwachsend Bauchschmerzen. 89% aller Schweizer Stimmberechtigten erachten den Reformbedarf zumindest bei der AHV als eher bis sehr dringend, während nur gerade 9% keine Dringlichkeit erkennen. Insgesamt scheint damit eine vorhandene Problemsicht als Basis für eine Reform an sich nach wie vor vorhanden.

Grundsätzlich bevorzugen die Schweizer Stimmberechtigten aktuell Reformmodelle, welche auf höheren Beiträge beruhen. Vorstellbar sind dabei sowohl grundsätzlich höhere AHV-Beiträge, höhere Mehrwertsteuerabgaben oder Mischformen davon – allenfalls auch in Kombination mit einem späteren Pensionsalter.

Alle anderen grundsätzlichen Vorschläge polarisieren in der Bevölkerung sichtbar und haben aktuell keine Mehrheit. Am knappsten abgelehnt werden Rentenalter 66 oder 67 mit Flexibilisierung, während sowohl die Schuldenbremse, wie auch eine generelle Rentensenkung relativ deutlich verworfen wird.

Bezeichnend ist insbesondere, dass die beiden meistgeteilten Vorschläge, Frauenrentenalter 65 und Erhöhung Mehrwertsteuer um 1.9% sowohl im (rechts-) bürgerlichen Lager, aber auch auf linker Seite mehrheitlich geteilt werden.

Eine knappe Mehrheit kann der konkrete Vorschlag hinter sich scharen, dass für Frauen und Männer das Rentenalter bis 2032 pro Jahr um 1-2 Monate erhöht wird, bis beide Geschlechter ab 2032 ein Pensionsalter von 66 Jahren aufweisen. Aktuell sprechen sich 51% aller Stimmberechtigten für einen solchen Vorschlag aus, während 47% der Stimmberechtigten dagegen eintreten.

Grafik Publi


 Für Detailinteressierte gibt es hier eine Zusammenfassung der Studie -> RUNTERLADEN

Letzte Änderung amSonntag, 22 Juli 2018 09:25

Schreibe einen Kommentar

Bitte achten Sie darauf, alle Felder mit Stern * zu füllen. HTML-Code ist nicht erlaubt.

Nach oben
×

Bleiben Sie informiert.

Seien Sie bei den Ersten, die von speziellen Informationen und exklusiven Angeboten erfahren.

Check out our Privacy Policy & Terms of use
Sie können das kostenlose E-Mail-Abo jederzeit abbestellen.