Jean ist auf der Suche nach seinem verlorenen weiblichen Selbst

Die falbfarbene Löwin

Für Interessierte und Suchende in der Themenwelt Religion, das weibliche Selbst des Mannes, die Rolle der Frauen im Patriarchat
 |  Roland Peter  |  Bücher

 Jean reist mit seinem afrikanischen Begleiter in den Osten Malis zum Falaise de Bandiagara. Am Fuss des Felsens wohnt das alte Volk der Dogon. Jahre zuvor hatte er einen Traum, von dem er annahm, er hätte dort stattgefunden.

Im Albtraum begegnete er einer Löwin, einer Sphinx. Mit viel Glück überlebte er eine schwere Erkrankung. Und spürte, dass in ihm etwas fehlte, mit dem er einst fest verbunden war. Das schmerzte ihn sehr. Da kam ihm die Löwin wieder in den Sinn und er suchte nach ihr. Als ihm der Vater seinen Gott als Partner anbot, verweigerte er diesen: Er wollte nicht irgendeinen Gott an seiner Seite, sondern seinen leiblichen Vater. Von Gott oder Dogmen und nicht hinterfragbaren Wahrheiten hielt er nichts. Für ihn ist der Himmel offen. Und dort sind weder Gott noch himmlische Heerscharen. Auch eine göttliche Ordnung konnte er nicht ausmachen. Die Evolutionslehre war für ihn ein verlässliches Glaubensmodell, das ihn auf seine weibliche Herkunft verwies.

Klappentext des Romans

Jean ist auf der Suche nach seinem verlorenen weiblichen Selbst. Seit diesem Verlust fühlt er sich wie nach einer Amputation: Er ist nicht mehr Ganz- , sondern bloss noch Teil-Mann.
Seine Reise führt ihn durch verschiedene Lebenslandschaften: durch Wälder, durch Flüsse und Meere und durch Einöden und Wüsten.

Er erinnert sich an Erfahrungen aus seiner Kindheit und Jugendzeit. Diese wurden zu Geschichten und tauchen wie in einem Fellini-Film als Mythen auf: Da sind seine geliebten und ungeliebten, oder durch ihn verletzten, lebenden oder toten Frauen und Kinder. Als wären sie schwerelos, schweben sie zu ihm auf die Bühne herunter. Im Scheinwerferlicht drehen sie sich um sich selbst, lächeln und verneigen sich, um im obskuren Schein des Nicht-Vergessens wieder zu verschwinden.

Er erkennt, dass er erst ganz Mann werden kann, wenn er das verlorene weibliche Teil wiederfindet, so dass sich beide Teile vereinen können – nicht mehr symbiotisch, aber auch nicht als Gegensätze –, sondern in der schwebenden Polarität seines männlichen und weiblichen Selbst.

Autor Jean-Paul Lutz

1947 geboren, Evangelisches Lehrerseminar Muristalden, Theologiestudium in Bern, Zürich und Berlin, theologisches Staatsexamen. Managementausbildung für NGO, Ausbildung zum Mediator. Pfarrer im Zürcher Industriequartier, Studienleiter Jugendfragen, Pfarrer in Kirchdorf, Beauftragter für Radioarbeit im Berner Oberland, selbständig erwerbender Theologe, Berater, Mediator im «Büro für Beratung». www.relatio.ch

978-3-03727-084-4
ca. CHF 32.– / ca. EUR 30,45
Broschiert, 14,7 × 22,1 cm,
ca. 640 Seiten,
Inhalt einfarbig
Erscheint: September 2020



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