Viele Rentner arbeiten aufgrund finanzieller Not

Rentner arbeiten vorwiegend aus Freude am Beruf über die Pensionierung hinaus. Viele sehen sich allerdings durch die finanzielle Situation dazu gezwungen. Foto: AdobeStock Rentner arbeiten vorwiegend aus Freude am Beruf über die Pensionierung hinaus. Viele sehen sich allerdings durch die finanzielle Situation dazu gezwungen. Foto: AdobeStock

Als Grund für eine Erwerbstätigkeit im Rentenalter geben Befragte einer repräsentativen Studie überwiegend soziale und persönliche Motive an: Jeweils rund 90 Prozent der erwerbstätigen Rentner haben Spass bei der Arbeit, brauchen den Kontakt zu anderen Menschen oder wünschen sich weiterhin eine Aufgabe. Mehr als die Hälfte der Befragten nennt allerdings auch finanzielle Gründe für die Erwerbsarbeit. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Erwerbstätige im Rentenalter arbeiten überwiegend aus sozialen und persönlichen Gründen. In einer Befragung durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufungsforschung (IAB) gaben über 90 Prozent an, sie hätten Spass an der Arbeit und bräuchten Kontakte zu Menschen, fast ebenso viele nannten als Grund, sie bräuchten weiterhin eine Aufgabe. Die Antworten lauteten «trifft eher zu» und «trifft völlig zu», wie das IAB heute Dienstag mitteilte.

Allerdings gaben auch 53 Prozent der Männer und sogar 70 Prozent der Frauen an, sie bräuchten das Geld, wie das Forschungsinstitut der BA mitteilte. Weit mehr als ein Viertel aller Älteren ist in den ersten drei Jahren nach Übergang in eine Altersrente noch erwerbstätig, bei den Frauen sind es 31 Prozent, bei den Männern 28 Prozent.

Forscher fordern flexiblere Regelungen

Zudem würden von den nicht Erwerbstätigen im Alter 13 Prozent der Frauen und 20 Prozent der Männer gern arbeiten, tun es aber nicht, wie die Untersuchung ergab. Befragt wurden 1000 Menschen im Alter von 58 bis 69 Jahren.

«Politik und Betriebe sollten mit flexiblen Regelungen günstige Rahmenbedingungen schaffen, damit Erwerbswünsche im Rentenalter besser realisiert werden können», lautet eine Empfehlung der Forscher. So könnte etwa in Tarifverträgen auf die Festlegung einer «automatischen Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit Erreichen der Regelaltersgrenze» verzichtet werden.

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