Aktuelle Nachrichten

25
Mär

MIGROS UND PRO SENECTUTE STARTEN KOSTENLOSE HEIMLIEFERUNGEN FÜR ALLE RISIKOGRUPPEN

Personen aus Risikogruppen sollen in der aktuellen Ausnahmesituation zuhause bleiben und nicht selber einkaufen. Daher startet die Migros mit Pro Senectute eine neue Möglichkeit zur Nachbarschaftshilfe und bietet einen kostenlosen Heimlieferservice für Lebensmittel für Risikogruppen an. Das Angebot wird am Dienstag in der Region der Migros Genossenschaft Aare lanciert und soll anschliessend auf die ganze Schweiz ausgedehnt werden. Das Angebot ergänzt alle bestehenden lokalen Hilfeleistungen ideal, so können auch bereits bestehenden Hilfsnetzwerke die Plattform nutzen. Die Migros startet in Zusammenarbeit mit Pro Senectute vorübergehend eine neue Möglichkeit der Nachbarschaftshilfe. Personen aus Risikogruppen und Menschen in Quarantäne oder Selbstisolation können damit dringend benötigte Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs kostenlos nach Hause bringen lassen. Als Helfer*in registrieren können sich alle gesunden Personen, die gerne Nachbarschaftshilfe leisten. Dies können zum Beispiel Personen sein, die sich in neu entstandenen lokalen Hilfsnetzwerken organisiert haben. Aber auch Migros-Mitarbeitende können eingesetzt werden, die aufgrund der Ausnahmesituation zurzeit keine fixe Arbeitszuweisung haben. Die Registrierung als Bringer funktioniert via App von Amigos, welche ab sofort in den App-Stores gratis erhältlich ist. Besteller müssen lediglich die Amigos-Website aufrufen, sich dort registrieren und schon kann die Bestellung aufgegeben werden. Kostenlose Heimlieferung via Website Personen der Risikogruppen sowie Menschen in Quarantäne oder Selbstisolation können als Besteller online ihre Einkäufe tätigen. Freiwillige Bringer aus der Nicht-Risikogruppe erledigen die Einkäufe und bringen sie – ohne direkten Kontakt – kostenlos zu den Bestellern nach Hause. Die Heimlieferung ist für die Besteller kostenlos Sie können den Bringern bei der Bestellung ein freiwilliges digitales Trinkgeld von fünf Franken geben. Damit soll eine Übergabe von Bargeld bei der Lieferung auf jeden Fall vermieden werden. Eine Möglichkeit zur telefonischen Bestellung wird in Kürze ebenfalls eingeführt. Start gestern Dienstag Die eindrückliche Solidaritätswelle in der ganzen Schweiz zeigt, dass das Bedürfnis für einen weiteren Versorgungskanal für die Risikogruppen besteht. Die Nachbarschaftshilfe startete daher bereits gestern Dienstag, 24. März 2020, im Einzugsgebiet der Migros Genossenschaft Aare (Aargau, Bern, Solothurn). Das Angebot soll baldmöglichst auf die ganze Schweiz ausgeweitet werden. Die Migros reaktiviert dazu die Technologie ihres Bringdiensts Amigos und stellt diese vorübergehend für die Initiative zur Verfügung. Alain Huber, Direktor von Pro Senecute Schweiz, begrüsst die Initiative: «Wir erachten die gemeinsame Dienstleistung mit der Migros als ideale Ergänzung zu den bestehenden Hilfeleistungen vor Ort. Wir gehen davon aus, dass in den nächsten Tagen und Wochen alle lokalen Organisationen noch mehr gefordert sein werden, um die Risikogruppen in der Deckung ihres täglichen Bedarfs zu unterstützen.» Hygieneregeln strikt einhalten Die Migros und Pro Senectute appellieren an alle Personen der Nicht-Risikogruppe, sich als Bringer zu registrieren, damit die Nachbarschaftshilfe möglichst rasch Fahrt aufnimmt. Bringer und Besteller müssen sich jedoch jederzeit an die Sicherheits- und Hygieneweisungen des Bundesamts für Gesundheit halten und dies online bestätigen. Bringer werden via die Amigos-App explizit daraufhin geschult. Alle wichtigen Links finden Sie hier: App-Download für Apple App-Download für Android

MIGROS UND PRO SENECTUTE STARTEN KOSTENLOSE HEIMLIEFERUNGEN FÜR ALLE RISIKOGRUPPEN
25
Mär

Frühling auf den Balkon zaubern

Ab wann den Balkon bepflanzen? Die meisten Balkon-Liebhaber interessiert, wann sie ihren Balkon bepflanzen sollten, damit er zur Sommerzeit schön blüht. Beliebt ist es, bereits hochgezogene Pflanzen zu kaufen und diese direkt in die Blumenkästen zu setzen. Am besten beginnen Sie mit dem Pflanzen der Sommerblumen Mitte Mai – denn zu dieser Jahreszeit droht meist kein Nachtfrost mehr, der den Pflanzen schaden könnte. Wollen Sie, dass Ihr Balkon bereits im Frühjahr schön blüht, können Sie Schneeglöckchen oder Krokusse einpflanzen: Damit diese rechtzeitig blühen, setzen Sie die Zwiebeln bereits in den Wintermonaten ein. Ähnlich können Sie mit Hyazinthen und Tulpen verfahren. Tipp: Damit die zarten Zwiebeln in den Wintermonaten nicht erfrieren, können Sie die Blumentöpfe grosszügig mit Tannenzweigen abdecken. Diese schützen vor Frost, Schnee und Eis. Sind Sie auf der Suche nach Pflanzen, die pflegeleicht und winterhart sind? Dann eignen sich mehrjährige Pflanzen. Mehrere Jahre überstehen diese Pflanzen die harten Wintermonate und fangen im Frühjahr und Sommer aufs Neue an zu blühen. Besonders für Balkonliebhaber, die nicht so viel Zeit für die Pflege und das Pflanzen haben, sind mehrjährige Pflanzen optimal geeignet. Hier sind einige Beispiele: Buchsbaum Hortensien Lavendel Rosen Schleierkraut Welche Blumenerde eignet sich für den Balkon? Jeder, der schon einmal in einem Gartencenter war, weiss: Das Angebot an Blumenerde ist gross. Doch welche ist die richtige für Balkonpflanzen? Entscheidend ist, dass Balkonerde eine bestimmte Beschaffenheit aufweist: Sie sollte Ihren Pflanzen festen Halt bieten, und dafür muss sie eine gewisse Dichte haben. Das ist wichtig, damit die Pflanzen stramm im Topf sitzen und nicht bei starkem Wind oder Regen den Halt verlieren. Viele fragen sich auch, ob sie für jede Pflanze eine andere Blumenerde brauchen – schliesslich haben die Pflanzen auch unterschiedliche Bedürfnisse. Diese Orientierung ist hilfreich: Einjährige Pflanzen: Herkömmliche Balkonerde Mehrjährige Pflanzen: Balkonerde mit Langzeitdünger Kräuter und Gemüse: Bio-Balkonerde beziehungsweise Kräutererde Spezialerden: Auch diese haben durchaus ihre Daseinsberechtigung. Wenn Sie zum Beispiel Himbeere oder Heidelbeeren anpflanzen, sollten Sie spezielle Beerenerde kaufen. So bieten Sie den Sträuchern alles, was sie für ein gesundes Wachstum brauchen. Auch für Kakteen, Bonsai und Orchideen sind die Spezialerden sinnvoll. Balkon richtig bepflanzen: Worauf muss ich achten? Bevor Sie beginnen, Ihre Pflanzen zu setzen, achten Sie darauf, dass die Gefässe sauber sind. Zum Reinigen eignet sich ein Handfeger gut. Bürsten Sie Blumenkästen und Töpfe gut ab. Anschliessend wischen Sie mit einem feuchten Lappen nach. Oft sind die Gefässe von hartnäckigen Kalkablagerungen beschmutzt. Um diese zu entfernen, können Sie sie in ein Wasserbad stellen, in das Sie ein paar Spritzer Essig und/oder Zitronensäure gegeben haben. Als nächstes machen Sie sich Gedanken über den geeigneten Standort Ihrer Pflanzen für den Balkon: Manche Pflanzen lieben Sonne, andere brauchen eher Schatten. Welche Pflanzen Sie auswählen, sollten Sie daran festmachen, wie Ihr Balkon ausgerichtet ist. Haben Sie einen Südbalkon und setzen Pflanzen, die nicht viel Sonne vertragen, werden Sie keine Blütenpracht geniessen können. Andersrum gilt das Gleiche: Geht Ihr Balkon nach Norden oder Osten, hält sich die Sonneneinstrahlung in Grenzen. Dementsprechend sind Pflanzen, die viel Sonne brauchen, nicht geeignet. Für Südbalkone empfehlen sich beispielsweise mediterrane Pflanzen wie Rosmarin, Lavendel, Geranien, Petunien und Salbei. Schattige Balkone können hingegen mit Fleissigen Lieschen, Glockenblumen, Begonien, Dipladenien, Margeriten und Fuchsien verziert werden. Achten Sie beim Kauf der Pflanzen darauf, dass deren Standortbedingungen zu Ihrem Balkon passen. Informationen dazu finden Sie meist auf der Verpackung der Samen oder auf kleinen Zetteln, die an den Pflanzen befestigt sind. Haben Sie alle Gefässe und Pflanzen parat, geht es ans Einpflanzen. Tipp: Wenn Sie Blumenkästen bepflanzen, setzen Sie auf 1 Meter fünf bis sieben Blumen. Zu Beginn füllen Sie eine Drainageschicht ein – so kann überschüssiges Giesswasser gut abfliessen. Für diese Schicht können Sie zum Beispiel Blähton verwenden. Darüber bietet sich nun eine dünne Schicht aus Vliesan; so verhindern Sie eine Verschlammung. Nun können Sie die Blumenerde in die Töpfe und Kästen geben. Bevor Sie die Pflanzen setzen, sollten Sie diese wässern: Nehmen Sie die Pflanze samt Plastiktopf und tauchen Sie sie solange in Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Dann entfernen Sie den Plastiktopf. Tipp: Wenn dieser festsitzt, schlagen Sie ihn leicht an und drehen Sie ihn dann langsam und vorsichtig ab. So löst sich der Wurzelballen leichter aus dem Plastik. Stellen Sie sicher, dass die Wurzeln nicht verfilzt sind und lockern Sie sie gegebenenfalls auf, damit Sie die Pflanze besser einsetzen können. Bedecken Sie die Wurzeln im Blumentopf anschliessend mit Erde. Achten Sie aber darauf, dass Sie Platz zum Rand für das Giessen lassen – rund 2 Zentimeter sind ausreichend. Angesichts der momentanen Lage dürfte es schwierig bis unmöglich sein,  Samen und Setzlinge beim Gärtner oder in einem Blumenzenter zu kaufen. Die unten genannten Grossverteiler bieten (unter anderen) eine Online-Bestellung an und senden die Ware nach Hause.  https://www.obi.ch/garten-freizeit/pflanzen/c/867 https://www.doitgarden.ch/de/c/1807568925/garten/pflanzen https://www.bauundhobby.ch/themen/gartenwelt.html

Frühling auf den Balkon zaubern
24
Mär

Schutz vor häuslicher Gewalt auch in Corona-Zeiten gewährleistet

Betroffene von häuslicher Gewalt können sich in allen Kantonen an die bestehenden Unterstützungsstrukturen wenden und erhalten Hilfe. Sowohl die Opferberatungs-stellen als auch die Schutzunterkünfte bieten ihre Dienstleistung im gewohnten Rahmen an. Auch die Polizei steht weiterhin jederzeit zur Verfügung. Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass die aktuelle Situation aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus zu einer Zunahme von häuslicher Gewalt führen kann. Die allgemeine Verunsicherung und fehlende Ausweichmöglichkeiten bei Konflikten in der eigenen Wohnung sind mögliche Ursachen dafür. Derzeit wird in den Kantonen noch keine grundsätzliche Verschlechterung festgestellt. Nach wie vor kümmern sich auf Kantonsebene die Opferhilfe-Beratungsstellen um die Opfer von häuslicher Gewalt. Für Personen, die in der eigenen Wohnung nicht sicher sind, kann weiterhin eine Schutzunterkunft beispielsweise in einem Frauenhaus vermittelt werden. Die aktuelle Lage führt auch zu keinen Änderungen in der Strafverfolgung; der Schutz der Opfer hat für die Polizei weiterhin oberste Priorität. Bei Gewaltvorfällen kann die Polizei weiterhin die Wegweisung einer gewalttätigen Person von ihrem Zuhause verfügen und Gefährdungen von Kindern an die zuständigen Behörden melden. Die Anordnung von Kontakt- und Annäherungsverboten ist weiterhin möglich und die kantonalen Behörden kümmern sich weiter um Hochrisikosituationen. Der Bund hat eine Taskforce der verantwortlichen Behördenstellen einberufen unter der Federführung des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG. Dieser Rahmen erlaubt es, die Situation regelmässig und in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen kantonalen Konferenzen (Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren SODK, Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren KKJPD, Schweizerische Konferenz gegen häusliche Gewalt SKHG) zu beurteilen und bei einer allfälligen Zunahme der häuslichen Gewalt geeignete Massnahmen zu prüfen.  Hilfsangebote bei häuslicher GewaltFür gewaltbetroffene PersonenIm NotfallPolizei: www.polizei.ch,   Telefon 117 Medizinische Hilfewww.erstehilfe.ch, Telefon 144Informationen und Adressen zu kostenloser, vertraulicher und anonymer Beratung in der ganzen Schweiz www.opferhilfe-schweiz.chAdressen zu Schutzunterkünftenwww.frauenhaus-schweiz.ch Für gewaltausübende PersonenAdressen zu Beratung und Lernprogrammenwww.fvgs.ch

Schutz vor häuslicher Gewalt auch in Corona-Zeiten gewährleistet
23
Mär

Seniorenrat: Bleibt zu Hause, Leute

Aufruf des Schweizerischen Seniorenrats: Seniorinnen und Senioren übt Solidarität. Indem wir uns schützen, schützen wir alle. Bleibt zu Hause!   Im Kampf gegen das Corona-Virus verschärft der Bundesrat die Massnahmen weiter. Denn noch werden die bisherigen Massnahmen und das Abstandhalten zu wenig befolgt. Darum gilt jetzt: Ansammlungen von über 5 Personen im öffentlichen Raum sind verboten. Das Verbot gilt namentlich auf öffentlichen Plätzen, auf Spazierwegen und in Parkanlagen. Die Polizei kann bei Nichteinhaltung eine Busse von 100 Franken gegen alle Beteiligten aussprechen. Bei Versammlungen von unter 5 Personen ist gegenüber anderen Personen unbedingt ein Abstand von mindestens 2 Metern einzuhalten. Das sind mehr als zwei Armlängen! Diese Empfehlungen müssen nun unbedingt bei allen ankommen. „Was uns alle schützt, ist unser Verhalten. Damit retten wir Leben. Es geht um Solidarität!“, sagte Innenminister Alain Berset. Angesichts der drohenden Personalknappheit sollen Zivilschützer helfen. Neben 8000 Soldaten stellt der Bundesrat den Kantonen ein Kontingent an Zivilschützern zur Verfügung. Diese stehen auf Abruf zur Verfügung. Sie sollen vor allem in der Pflege, im Gesundheitswesen und in der Altenpflege eingesetzt werden. Den Spitälern verbietet der Bundesrat, Wahleingriffe vorzunehmen, d.h. Operationen, die auch zu einem anderen Zeitpunkt vorgenommen werden können. Der Bundesrat ruft alle Generationen zur Solidarität auf. Die Lage ist ernst. Darum gilt es, sich und die anderen zu schützen, indem wir uns strikt an die bundesrätlichen Regeln halten. Allen zu danken, die sich im Gesundheitswesen, in der Aufrechterhaltung der Infrastruktur und der Sicherheit engagieren, ist wichtig. Noch wichtiger ist jetzt, wozu uns Bundesrat, Ärzteschaft und Pflegende täglich aufrufen: Bleibt zu Hause, Leute!

Seniorenrat: Bleibt zu Hause, Leute
20
Mär

Bundesrat verbietet Ansammlungen von mehr als fünf Personen

Der Bundesrat verstärkt die Massnahmen zum Abstandhalten, um eine Überlastung der Spitäler mit schweren Fällen von Coronavirus-Erkankungen zu verhindern. An seiner Sitzung vom 20. März 2020 hat er beschlossen, Ansammlungen von mehr als fünf Personen zu verbieten. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer Ordnungsbusse rechnen. Die Arbeitgeber im Baugewerbe und in der Industrie werden zudem verpflichtet, die Empfehlungen des Bundes zur Hygiene und zum Abstandhalten einzuhalten. Betriebe, die sich nicht daranhalten, sollen geschlossen werden. Mit diesen Massnahmen will der Bundesrat noch weitergehende Massnahmen vermeiden. Als weitere Massnahme stellt der Bundesrat den Kantonen ein Kontingent des Zivilschutzes zur Verfügung. Der Bundesrat fordert die Bevölkerung eindringlich auf, zu Hause zu bleiben, insbesondere Personen, die krank oder über 65 Jahre alt sind. Nach draussen gehen soll nur, wer zur Arbeit oder zum Arzt gehen sowie wer Lebensmittel einkaufen oder jemandem helfen muss. Damit sollen besonders gefährdete Personen geschützt und eine Überlastung der Intensivstationen in den Spitälern verhindert werden. Weil diese Massnahme sowie das Abstand halten noch zu wenig konsequent befolgt werden, hat der Bundesrat beschlossen, Ansammlungen mit mehr als fünf Personen im öffentlichen Raum zu verbieten, namentlich auf öffentlichen Plätzen, auf Spazierwegen und in Parkanlagen. Bei Versammlungen von unter fünf Personen ist gegenüber anderen Personen ein Abstand von mindestens zwei Metern einzuhalten. Die Polizei kann bei Nichteinhaltung eine Ordnungsbusse verhängen. Um die Schliessung von Baustellen zu verhindern und die Angestellten besser zu schützen, verpflichtet der Bundesrat die Arbeitgeber im Baugewerbe und in der Industrie, die Empfehlungen des Bundes betreffend Hygiene und Abstandhalten einzuhalten. Die Arbeitgeber sollen hierzu die Anzahl der anwesenden Personen auf Baustellen oder in Betrieben limitieren sowie die Organisation anpassen. Sie sind zudem ebenfalls verpflichtet, Menschenansammlungen von mehr als fünf Personen in Pausenräumen und Kantinen zu verhindern. Die Kantone können einzelne Betriebe oder Baustellen bei Nicht-Einhaltung schliessen. Der Bundesrat hat weitere Anpassungen an der entsprechenden COVID-19-Verordnung vorgenommen. Sie treten um Mitternacht in Kraft. Er hat das Verbot von Wahleingriffen in Spitälern präzisiert. Ausserdem dürfen Postanbieterinnen der Bevölkerung online bestellte Lebensmittel und Dinge des täglichen Gebrauchs neu an sieben Tagen pro Woche zustellen. Ausnahmebewilligungen für Sonntagsarbeit oder für Fahrten am Sonntag sind nicht nötig.Bundesrat stellt Kontingent für Zivilschutz zur VerfügungIn den letzten Wochen wurden in verschiedenen Kantonen bereits Schutzdienstpflichtige im Rahmen der Corona-Krise aufgeboten und eingesetzt etwa für den Aufbau und Betrieb von Empfangsstellen bei Spitälern oder Hotlines für die Bevölkerung. Der Bundesrat geht davon aus, dass der Bedarf für eine Unterstützung der zivilen Behörden, privater und öffentlicher Institutionen und Organisationen sowie der besonders betroffenen Bevölkerung aufgrund der aktuellen Lage in den nächsten Wochen in der ganzen Schweiz weiter zunehmen wird. Der Bundesrat hat deshalb beschlossen, den Kantonen ein Kontingent von maximal 850'000 Diensttagen zur Verfügung zu stellen. Das Bevölkerungs- und Zivilschutzgesetz BZG sieht vor, dass der Bundesrat bei Katastrophen und Notlagen, welche mehrere Kantone oder die ganze Schweiz betreffen, Schutzdienstpflichtige aufbieten lassen kann. Das Kontingent ist in Abstimmung mit dem Assistenzdienst der Armee bis Ende Juni 2020 befristet. Die Entscheidungen über den Einsatz und die konkreten Aufträge an den Zivilschutz, das Aufgebot der Schutzdienstpflichtigen in operativer Hinsicht und die Durchführung der Zivilschutzeinsätze bleiben weiterhin in der Kompetenz der Kantone. Der Bund wird die Kantone für die Einsätze mit einem Pauschalbetrag von 27.50 Franken pro geleisteten Diensttag entschädigen. Die Kosten belaufen sich insgesamt auf maximal 23.4 Millionen Franken. Darüber hinaus ermöglicht der Beschluss des Bundesrates auch interkantonale Einsätze, beispielsweise in Regionen, die einen besonderen Bedarf an Unterstützung aufweisen und diesen nicht mit eigenen Mitteln bewältigen können. Der Zivilschutz übernimmt Aufgaben in verschiedenen Bereichen: Insbesondere kann er das Gesundheitswesen und die Institutionen im Pflegebereich unterstützen, indem er beispielsweise bei der ambulanten Betreuung von Betagten und Pflegebedürftigen mithilft, Mahlzeiten verteilt oder Fahrdienste übernimmt. Des Weiteren übernimmt der Zivilschutz Pionieraufgaben und leistet Unterstützung im Bereich der Logistik und der Führung. Dazu zählen beispielsweise Transporte oder die Verpflegung von Einsatzkräften, der Aufbau und Betrieb von Empfangsstellen bei Spitälern, die Unterstützung der Krisenstäbe oder beim Betrieb von Hotlines. Über die Priorisierung der Aufgaben und Einsätze entscheiden die Kantone je nach Bedarf und Notwendigkeit.

Bundesrat verbietet Ansammlungen von mehr als fünf Personen
19
Mär

Uri: Ausgangssperre für alle über 65-jährigen zurückgenommen

Der Kantonale Führungsstab (Kanton Uri) erlässt per 19. März 2020, 18.00 Uhr, eine Ausgangsbeschränkung für Personen über 65 Jahre für das gesamte Kantonsgebiet. Diese Personen dürfen somit das Haus oder die Wohnung nicht mehr verlassen. Ausgenommen sind Arztbesuche nach telefonischer Vorabsprache, Bestattungen im engsten Familienkreis oder Personen in systemrelevanten Funktionen des Gesundheitswesens. Lebensmitteleinkäufe und andere dringende Besorgungen müssen somit durch Angehörige, Nachbarn oder den Freiwilligendienst des SRK Uri vorgenommen werden. Lieferungen dürfen nur bis zur Haustüre erfolgen. Spaziergänge allein oder zu zweit sind während maximal zwei Stunden pro Tag zulässig. Darin eingeschlossen ist das Ausführen von Haustieren. Nach einer Schelte des Bundesrates hat der Kanton Uri diese Einschränkungen zurückgenommen.

Uri: Ausgangssperre für alle über 65-jährigen zurückgenommen
16
Mär

ÖV wird drastisch eingeschränkt

Mit den heute kommunizierten Massnahmen des Bundesrats zur Eindämmung des Coronavirus wird das gesellschaftliche Leben in der Schweiz weiter eingeschränkt. Vor diesem Hintergrund und weil mit Personalausfällen zu rechnen ist, reduzieren die Schweizer Transportunternehmen auf Anordnung von SBB und PostAuto und in Abstimmung mit dem Bundesamt für Verkehr das Angebot vorausschauend und geordnet. Die Fahrplananpassung erfolgt ab Donnerstag, 19. März 2020, Schritt für Schritt und gilt bis auf Weiteres. Eine so tiefgreifende Fahrplananpassung innert weniger Tage hat es bisher noch nie gegeben. Die Grundversorgung ist gewährleistet, es wird jedoch zu Ausfällen, Verspätungen und Anschlussbrüchen kommen. Die Transportunternehmen bitten die Reisenden, vor jeder Fahrt den Online-Fahrplan zu konsultieren. Heute hat der Bundesrat weitere Massnahmen festgelegt, mit denen die Verbreitung des Coronavirus verlangsamt werden kann. Diese werden dazu führen, dass die Nachfrage im öffentlichen Verkehr, die in den vergangenen zwei Wochen im Inlandverkehr bereits um bis zu 50 Prozent gesunken ist, weiter sinken wird. Ausserdem rechnen die Transportunternehmen damit, dass Mitarbeitende wegen Krankheitssymptomen oder zugunsten der Kinderbetreuung der Arbeit fernbleiben müssen und dass es deshalb zu weiteren Personalengpässen kommt. Fahrplan wird ab Donnerstag schrittweise angepasst Deshalb haben sich die SBB und PostAuto als Systemführerinnen für den öffentlichen Verkehr auf der Schiene und Strasse in Absprache mit dem Bundesamt für Verkehr (BAV) entschieden, das Angebot zu reduzieren. Damit wird am Donnerstag, 19. März 2020, schrittweise begonnen. Die Umsetzung dauert voraussichtlich bis Mitte nächste Woche. Geplant ist, zuerst den nationalen und internationalen Fernverkehr, danach den Regionalverkehr auf der Schiene und am Schluss den Regionalverkehr auf der Strasse sowie den Ortsverkehr anzupassen. Dabei wird es sich nicht verhindern lassen, dass es zu Anschlussbrüchen, Ausfällen und Verspätungen kommen wird. Der frühzeitige Entscheid ermöglicht es den Betreibern, das Angebot geordnet und vorausschauend zu reduzieren und so die Auswirkungen auf Reisende und Mitarbeitende so gering wie möglich zu halten. Weil bereits viel weniger Menschen den öV nutzen, sollte der reduzierte Takt genügend Sitzplätze für alle Reisenden bieten, damit auch die Empfehlungen des Bundes punkto Distanzhalten eingehalten werden können. Ausserdem schützt der Entscheid die Mitarbeitenden der betroffenen Unternehmen. Trotz der Massnahmen wird es aufgrund des Personalmangels voraussichtlich anspruchsvoll, das reduzierte Angebot über die nächsten Wochen fahren zu können. Grundsätze für den reduzierten Fahrplan Die weiteren Schweizer Transportunternehmen passen ihr Angebot gemäss diesen Vorgaben und dem reduzierten Angebot von SBB und PostAuto an. Anschlüsse von Fernverkehrszügen auf regionale Verkehrsmittel auf der Schiene und im Ortsverkehr bleiben wenn immer möglich gewährleistet. Fernverkehr: Stundentakt gewährleistet Erschliessung der Schweiz Die Züge des Fernverkehrs verkehren ab Donnerstag schrittweise generell im Stunden- statt im Halbstundentakt. Die ersten und letzten Takt-Verbindungen sind nicht von Einschränkungen betroffen, da diese wichtig sind im Zusammenhang mit Schichtarbeiten und für die Erschliessung der Schweiz und ihrer Regionen. Nächtliche Zusatzverbindungen an den Wochenenden fallen ersatzlos aus. Grenzüberschreitender Verkehr endet an den Grenzen Das öV-Angebot zwischen der Schweiz und ihren Nachbarländern wird stark reduziert. Züge des internationalen Fernverkehrs fahren noch bis an die Grenzbahnhöfe. Konkret bedeutet dies folgendes: • EC-Züge Richtung Italien enden in Chiasso und Brig. • ICE-Züge Richtung Deutschland enden in Basel SBB. • EC-Züge Zürich–Stuttgart enden in Schaffhausen. • TGV-Lyria-Züge enden in Basel SBB und Genève. Alle Grenzbahnhöfe werden mit dem Grundangebot im Fern- und Regionalverkehr erreicht. Auch verkehren die Züge ab den Grenzbahnhöfen auf den Schweizer Streckenabschnitten weiter, sofern sie nicht von Angebotsanpassungen im nationalen Fernverkehr betroffen sind. Der Railjet-Verkehr nach Österreich, der gesamte Nightjet-Nachtverkehr sowie die EC-Züge und IC-Busse Zürich–München wurden bereits eingestellt. Grenzüberschreitende Regionalzüge wie beispielsweise der Léman Express im Raum Genf verkehren weiter, da sie eine wichtige Erschliessungsfunktion für grenznahe Ballungsräume haben. Dies gilt vorbehältlich anderer Anordnungen ausländischer Behörden und Bahnen, die teilweise bereits in Kraft sind. Analog zum innerschweizerischen Regionalverkehr fahren diese Züge ab Donnerstag generell im Halb- statt im Viertelstundentakt. Die ersten und letzten Verbindungen verkehren unverändert. Entlastungs- und Nachtzüge fallen aus. Regionalverkehr: reduziertes Angebot Die Züge und Busse des Regionalverkehrs verkehren dort, wo heute der Viertelstundentakt gilt, neu im Halbstundentakt, und dort, wo heute der Halbstundentakt gilt, neu im Stundentakt. Die ersten und letzten Verbindungen werden angeboten, um Früh- und Spätdienste z.B. im Gesundheitswesen oder für die Versorgung mit Lebensmitteln zu ermöglichen. Zusätzliche S-Bahnen in der Hauptverkehrszeit (6 bis 9 sowie 16 bis 19 Uhr) sowie das Nachtangebot am Wochenende fallen aus. Züge und Busse, die bereits heute im Stundentakt verkehren, fahren wie bis anhin. Kantone haben die Möglichkeit, begründete Ausnahmen für die geplante Taktreduktion über die etablierten Kontakte zu melden. Ortsverkehr und städtischer Verkehr: Bedürfnisse der Grundversorgung sollen abgedeckt bleiben Die Unternehmen im Ortsverkehr und im städtischen Verkehr stellen die Bedürfnisse für die Grundversorgung sicher und sorgen für eine gute Verteilung der Reisenden. Sie stellen die Anschlüsse auf den Fern- und Regionalverkehr sicher. Der grenzüberschreitende Busverkehr (Fernbusse) wird eingestellt.

ÖV wird drastisch eingeschränkt
16
Mär

Bundesrat erklärt die «ausserordentliche Lage» und verschärft die Massnahmen

Der Bundesrat hat heute, 16. März 2020, in einer ausserordentlichen Sitzung die Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung weiter verschärft. Er stuft die Situation in der Schweiz neu als «ausserordentliche Lage» gemäss Epidemiengesetz ein. Alle Läden, Restaurants, Bars sowie Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe werden bis am 19. April 2020 geschlossen. Ausgenommen sind unter anderem Lebensmittelläden und die Gesundheitseinrichtungen. Er führt zudem ab Mitternacht Kontrollen auch an den Grenzen zu Deutschland, Österreich und Frankreich ein. Zur Unterstützung der Kantone in den Spitälern, bei der Logistik und im Sicherheitsbereich hat der Bundesrat den Einsatz von bis zu 8000 Armeeangehörigen bewilligt. Angesichts der beschleunigten Ausbreitung des Coronavirus verschärft der Bundesrat die Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung weiter. Er stuft die Situation in der Schweiz neu als ausserordentliche Lage gemäss Epidemiengesetz ein. Sie erlaubt dem Bundesrat, in allen Kantonen einheitliche Massnahmen anzuordnen. Zuvor hat er die Kantone über diesen Schritt informiert. Heute ab Mitternacht sind öffentliche und private Veranstaltungen verboten. Alle Läden, Märkte, Restaurants, Bars sowie Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe wie Museen, Bibliotheken, Kinos, Konzert- und Theaterhäuser, Sportzentren, Schwimmbäder und Skigebiete werden geschlossen. Ebenso werden Betriebe geschlossen, in denen das Abstand halten nicht eingehalten werden kann, wie Coiffeursalons oder Kosmetikstudios. Die Versorgung der gesamten Bevölkerung mit Lebensmitteln, Medikamenten und Waren des täglichen Gebrau chs ist sichergestellt, es sind genügend Vorräte angelegt. Lebensmittelläden, Take-aways, Betriebskantinen, Lieferdienste für Mahlzeiten und Apotheken bleiben geöffnet, ebenso Tankstellen, Bahnhöfe, Banken, Poststellen, Hotels, die öffentliche Verwaltung und soziale Einrichtungen. Auch Werkstätten fürTransportmittel, können geöffnet bleiben. Alle diese Einrichtungen müssen die Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit zum Abstand halten und zur Hygiene einhalten. Spitäler, Kliniken und Arztpraxen bleiben geöffnet, müssen aber auf nicht dringend angezeigte medizinische Eingriffe und Therapien verzichten. Besonders gefährdete Personen erledigen ihre Arbeit zu Hause. Ist dies nicht möglich, werden sie vom Arbeitgeber beurlaubt. Ihren Lohn erhalten sie weiterhin. Der Bundesrat regelt in der angepassten Verordnung über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus neu auch die Frage der Kindertagesstätten. Für Kinder, die nicht privat betreut werden können, haben die Kantone für die notwendigen Betreuungsangebote zu sorgen. Kindertagesstätten dürfen nur geschlossen werden, wenn andere geeignete Betreuungsangebote bestehen. Diese Massnahme gilt vorerst bis am 19. April 2020, wie neu auch die Schulschliessungen. Der Bundesrat ruft zudem die Bevölkerung dazu auf, alle unnötigen Kontakte zu vermeiden, Abstand zu halten und die Hygienemassnahmen zu befolgen. Er ruft insbesondere auch die ältere Bevölkerung dazu auf, zu Hause zu bleiben.Bis zu 8000 Armeeangehörige für Gesundheitswesen, Logistik und SicherheitDer Bundesrat geht davon aus, dass der Bedarf der zivilen Behörden nach Unterstützung durch die Armee in den nächsten Tagen und Wochen markant steigen wird. Um den Gesuchen der Kantone zu entsprechen, erhöht der Bundesrat die Obergrenze für den Assistenzdienst von 800 auf 8000 Armeeangehörige. Dies gilt bis Ende Juni 2020. Die Armee soll erstens das Gesundheitswesen mit sanitätsdienstlichen Leistungen unterstützen, insbesondere mit Pflege, Patientenüberwachung, sanitätsdienstlichen Transporten oder Spitallogistik (z.B. Bettendesinfektion, Küche, Wäscherei, Reinigung). Zweitenssoll die Armee bei Bedarf logistische Aufgaben wie Transporte und Mithilfe beim Aufbau von improvisierter Infrastruktur übernehmen. Drittens soll sie im Sicherheitsbereich die kantonalen Polizeikorps entlasten, zum Beispiel durch eine stärkere Unterstützung beim Botschaftsschutz, oder das Grenzwachtkorps an Landesgrenzen und Flughäfen unterstützen. Für die sanitätsdienstliche Unterstützung stehen rund 3000 Armeeangehörige zur Verfügung. Diese werden sofort bereitgestellt. Wie viele Armeeangehörigen eingesetzt werden, hängt von der Lagenentwicklung und den Gesuchen der zuständigen Behörden ab. Mobilisierung von Milizformationen mit hoher BereitschaftZuerst werden die Verbände zum Einsatz kommen, die sich im regulären Truppendienst befinden. Rekrutenschulen, Durchdiener und Wiederholungskurse werden wo erforderlich verlängert. In gewissen Bereichen müssen zusätzlich Truppen mobilisiert werden. Das betrifft insbesondere Armeeangehörige aus Milizformationen mit hoher Bereitschaft. Zu diesen Formationen gehören unter anderem alle vier Spitalbataillone sowie fünf Sanitätskompanien. Sie können nach dem Entscheid zur Mobilisierung innert vier Tagen in den Einsatz gebracht werden. Die Auslösung wird noch heute erfolgen.Um auf die weitere Lageentwicklung rechtzeitig und adäquat reagieren zu können, hat der Bundesrat das VBS zudem ermächtigt, auch Truppen, die nicht zu den Milizformationen mit hoher Bereitschaft gehören, je nach Bedarf der zivilen Behörden aufzubieten. Das kann bedeuten, dass gewisse Truppen vorübergehend mobilisiert und vorsorglich für den Einsatz ausgebildet werden. Nach einer Ausbildung von wenigen Tagen werden sie wieder aus dem Dienst entlassen und können später für einen Einsatz aufgeboten werden, wenn entsprechende Gesuche der Kantone eintreffen. Kontrollen an den GrenzenDer Bundesrat hat entschieden, ab Mitternacht auch die Grenzen zu Deutschland, Österreich und Frankreich zu kontrollieren und dort Einreiseverbote mit Ausnahmen einzuführen. Bereits am Freitag hatte er Schengen-Grenzkontrollen für Reisende aus Italien eingeführt. Die Einreise aus den vier grossen Nachbarländern ist nur noch Schweizer Bürgerinnen und Bürgern, Personen mit einem Aufenthaltstitel in derSchweiz sowie Personen, die aus beruflichen Gründen in die Schweiz reisen müssen, erlaubt. Auch der Transit- und der Warenverkehr sind weiter erlaubt. Schliesslich dürfen auch Personen in einer Situation absoluter Notwendigkeit einreisen. Diese Massnahme dient dazu, die Schweizer Bevölkerung zu schützen sowie die Kapazitäten im Schweizer Gesundheitswesen aufrechtzuerhalten. Um diese Aufgaben gezielt umzusetzen, werden kleinere Grenzübergänge schweizweit geschlossen und der Grenzverkehr auf grössere Grenzübergänge kanalisiert. Eine Liste dieser Grenzübergänge wird durch die Eidgenössische Zollverwaltung veröffentlicht. Der Bundesrat beobachtet die Lage kontinuierlich. Er hat das EJPD damit beauftragt, gemeinsam mit dem EDI und dem EDA die Ausdehnung der Grenzkontrollen und Einreiseverbote auf Reisende aus weiteren, stark von der Ausbreitung des Coronavirus betroffenen Länder zu prüfen.

Bundesrat erklärt die «ausserordentliche Lage» und verschärft die Massnahmen
13
Mär

Bundesrat verschärft Massnahmen gegen das Coronavirus zum Schutz der Gesundheit und unterstützt betroffene Branchen

Um die Ausbreitung des Coronavirus in der Schweiz einzudämmen und um die Bevölkerung und die Gesundheitsversorgung zu schützen, hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 13. März 2020 weitere Massnahmen beschlossen: Er verbietet ab sofort und bis Ende April Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen, in Restaurants, Bars und Diskotheken dürfen sich maximal 50 Personen aufhalten. Damit kann das gegenseitige Abstandhalten einfacher eingehalten werden. An den Schulen darf bis am 4. April vor Ort kein Unterricht stattfinden. Die Einreise aus Italien wird weiter eingeschränkt. Der Bundesrat stellt zudem bis zu 10 Milliarden Franken als Soforthilfe zur Verfügung, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie rasch und unbürokratisch abzufedern. Um eine Übertragung des Coronavirus zu verhindern und die Verbreitung einzudämmen, müssen die Menschen Abstand halten. Der Bundesrat hat deshalb eine Reihe von Massnahmen beschlossen. Die neue Verordnung gilt ab sofort und bis mindestens bis am 30. April. Ziel ist, ältere Personen und Personen mit Vorerkrankungen zu schützen und eine Überlastung der Spitäler möglichst zu verhindern. Öffentliche oder private Veranstaltungen mit 100 oder mehr Personen sind verboten. Die Kantone können Ausnahmen gewähren, wenn ein überwiegendes öffentliches Interesse besteht, etwa für Generalversammlungen. In diesem Fall müssen verschiedene Massnahmen zum Schutz der Teilnehmenden ergriffen werden, insbesondere von besonders gefährdeten Personen. Veranstaltungen bis zu 100 Teilnehmende müssen dieselben Schutzmassnahmen vorsehen. Damit ist eine einheitliche Praxis in den Kantonen sichergestellt. Diese Massnahme gilt auch für Freizeitbetriebe wie Museen, Sportzentren, Schwimmbäder oder Skigebiete. Restaurants, Bars und Diskotheken dürfen nicht mehr als 50 Personen gleichzeitig aufnehmen. Die anwesenden Personen müssen zudem die Empfehlungen des BAG zur Hygiene und zum Abstandhalten einhalten können. Bis am 4. April sind auch alle Präsenzveranstaltungen an Schulen, Hochschulen und Ausbildungsstätten untersagt. Bereits angesetzte Prüfungen können durchgeführt werden, wenn bestimmte Schutzmassnahmen getroffen werden. Für die Grundschule können die Kantone allerdings Betreuungsangebote vorsehen, um möglichst zu verhindern, dass die Kinder von ihren Grosseltern betreut werden. Diese gehören zu den besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen. Effizienter Einsatz der InfrastrukturDer Bundesrat will zudem sicherstellen, dass die Gesundheitsinfrastruktur in allen Kantonen optimal eingesetzt wird und eine Überlastung in einzelnen Kantonen möglichst verhindern. Er verpflichtet deshalb die Kantone, dem Bund laufend bestimmte Angaben zur Lage der Gesundheitsversorgung zu liefern. Diese Meldepflicht umfasst unter anderem die Gesamtzahl und Auslastung von Spitalbetten und Beatmungsmaschinen, die Bestände an persönlichem Schutzmaterial sowie die Verfügbarkeit von medizinischem Personal. Rund 10 Milliarden für Kurzarbeitsentschädigung und wirtschaftliche SoforthilfeDer Bundesrat ist sich bewusst, dass die Massnahmen grosse wirtschaftliche Folgen haben. Er will deshalb der Wirtschaft schnell und unbürokratisch unter die Arme greifen. Oberstes Ziel ist die Lohnfortzahlung für Mitarbeitende. Dafür stehen ihm für die Soforthilfe aus den unterschiedlichsten Bereichen bis zu rund 10 Milliarden Franken zur Verfügung. Die wichtigsten Kennwerte:  - Für die Kurzarbeitsentschädigung können im Fonds der Arbeitslosenversicherung bis 8 Milliarden Franken beansprucht werden. Die Karenzfrist für die Kurzarbeit wird ab sofort bis 30. September 2020 auf einen Tag reduziert. Die Unternehmen haben so nur den Arbeitsausfall von einem Tag selbständig zu tragen, bevor ihnen die Unterstützung der Arbeitslosenversicherung zusteht. Der Bundesrat beauftragt zudem das SECO bis zum 20. März eine Ausweitung des Anspruchs auf Kurzarbeitsentschädigung auf Arbeitnehmende mit befristeten (nicht kündbaren) Arbeitsverhältnissen und Arbeitnehmende in Temporärarbeit zu prüfen. Eine solche Ausweitung setzt eine Gesetzesanpassung voraus. - Für besonders betroffene Unternehmen prüft der Bundesrat eine finanzielle Unterstützung (z.B. für Liquiditätsüberbrückung oder Finanzhilfen) im Sinne einer Härtefallregelung bis zu 1 Milliarde Franken. Unter Federführung des EFD sollen die diesbezüglichen Modalitäten bis zum 1. April geprüft und die notwendigen Mittel beantragt werden. - Den KMU mit finanziellen Engpässen stehen ab sofort bis zu 580 Millionen Franken an verbürgten Bankkrediten zur Verfügung. 10 Millionen Franken sollen zusätzlich an die Bürgschaftsorganisationen für ausserordentliche Verwaltungskosten gehen. Gestützt auf das Bundesgesetz über die Finanzhilfen an Bürgschaftsorganisationen für KMU können vier anerkannte Bürgschaftsorganisationen Unternehmen jeder Grösse Bürgschaften bis zu eine Million Franken gewähren. Die mittels Bürgschaften erhaltenen Bankkredite müssen zurückbezahlt werden. Der Bundesrat erleichtert zudem die Bedingungen für eine Bürgschaft. Bis Ende 2020 will er für neue Bürgschaften die einmaligen Gesuchprüfungskosten und die Risikoprämien der Unternehmen für das erste Bürgschaftsjahr übernehmen.  - Bis zu 4.5 Millionen Franken können für Ausfälle im Zusammenhang mit (Messe)Aktivitäten des offiziellen Exportförderers S-GE beantragt werden.Unterstützung für den Sport- und KultursektorDie Veranstalter von Sportanlässen sowie der Kultursektor sind von der Ausbreitung des Coronavirus und den behördlichen Massnahmen zu dessen Eindämmung stark betroffen. Für ehrenamtlich tätige Organisationen im Sportbereich sollen A-fonds-perdu-Beiträge in der Höhe von 50 Millionen Franken bereitgestellt werden. Voraussetzung ist, dass der Dachverband bei seinen Mitgliedern mittelfristig eine ausreichende Kapitaldecke durchsetzt, die die Bewältigung einer ausserordentlichen Situation für sechs Monate ermöglicht. Die genauen Kriterien werden in einer Verordnung festgelegt. Für den Profibetrieb im Mannschaftssport will der Bundesrat zinslose, rückzahlbare Darlehen gewähren, da im Sportbereich der Zugang zu Bankkrediten schwierig ist. Für diese Massnahme sind ebenfalls bis zu 50 Millionen Franken vorgesehen.Für den Kulturbereich will der Bundesrat ebenfalls zusätzliche Mittel bereitstellen. Das EDI erarbeitet im dringlichen Verfahren eine befristete Gesetzesvorlage für zusätzliche wirtschaftliche Massnahmen, die ergänzend zu anderen Instrumenten zur Abfederung von Härtefällen im Kulturbereich eingesetzt werden können. Damit will der Bundesrat verhindern, dass wiederkehrende kulturelle Anlässe in ihrer Existenz bedroht sind, und insbesondere selbständig erwerbende sowie freischaffende Kulturschaffende in Notsituationen unterstützen. Im Rahmen der Erarbeitung des Gesetzes soll auch geprüft werden, wie die Kantone als Zuständige für den Kulturbereich in die Finanzierung einbezogen werden können.Massnahmen im öffentlichen VerkehrDer Bundesrat hat zudem Kenntnis genommen von Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit zum öffentlichen Verkehr. Dieser ist Basis für eine funktionierende Wirtschaft und ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft, stellt bei intensiver Nutzung aber ein erhöhtes Risiko für die Ansteckung mit dem Coronavirus dar. Um dieses Risiko zu minimieren, empfiehlt das BAG die Benützung des öffentlichen Verkehrs möglichst zu meiden. Wer Symptome einer Atemwegserkrankung hat, soll den öffentlichen Verkehr nicht benutzen, ebenso Personen über 65 Jahre. Arbeitgebende sollen die Arbeitszeiten ihrer Angestellten so gestalten, damit sie Stosszeiten vermeiden können. Wo möglich sollen die Mitarbeitenden Homeoffice machen können. Zudem sollen Massnahmen zum Schutz des Personals in Transportmitteln soweit möglich umgesetzt und auf Service in den Zügen verzichtet werden.Einführung von Schengen-GrenzkontrollenDer Bundesrat hat entschieden, dass ab sofort Schengen-Grenzkontrollen an sämtlichen Binnengrenzen mit sofortiger Wirkung lageabhängig wieder eingeführt werden. Die Einreise aus Italien ist nur noch Schweizer Bürgerinnen und Bürgern, Personen mit einem Aufenthaltstitel in der Schweiz sowie Personen, die aus beruflichen Gründen in die Schweiz reisen müssen, erlaubt. Auch der Transit- und der Warenverkehr sind weiter erlaubt. Schliesslich dürfen auch Personen in einer Situation absoluter Notwendigkeit aus Italien einreisen. Mit dieser Einreisebeschränkung trifft der Bundesrat Massnahmen, die spiegelbildlich denjenigen der italienischen Regierung entsprechen. Sie dienen in erster Linie dazu, die Schweizer Bevölkerung zu schützen sowie die Kapazitäten im Schweizer Gesundheitswesen aufrechtzuerhalten. Zudem unterstützen sie die Wirksamkeit der italienischen Regelungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Der Bundesrat beobachtet die Lage kontinuierlich und wird die Massnahmen an der Grenze nötigenfalls auf Reisende aus weiteren Ländern oder Regionen anwenden.

Bundesrat verschärft Massnahmen gegen das Coronavirus zum Schutz der Gesundheit und unterstützt betroffene Branchen
6
Mär

Coronavirus: Verstärkter Schutz besonders gefährdeter Personen und Evaluation der wirtschaftlichen Auswirkungen

Angesichts der weiteren Ausbreitung des Coronavirus hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 6. März die Strategie angepasst und den Schutz besonders gefährdeter Personen ins Zentrum gerückt. Das Bundesamt für Gesundheit hat zu diesem Zweck Empfehlungen für die Arbeitswelt erlassen, die der Bund als Arbeitgeber umsetzen wird. Der Bundesrat hat sich zudem mit den wirtschaftlichen Auswirkungen der Epidemie befasst und prüft Massnahmen zur deren Abfederung. Die Zahl der Menschen, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben nimmt weltweit weiter zu, ebenso die Zahl der Todesfälle. Auch in der Schweiz steigt die Zahl der Ansteckungen, eine Person ist an den Folgen der Viruserkrankung gestorben. Die Zahl der Fälle dürfte weiter steigen. Weiterentwicklung der Strategie Hauptziel im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus war bisher, infizierte Personen frühzeitig zu entdecken und zu behandeln, Übertragungsketten zu eruieren und weitere Übertragungen zu verhindern. Weil es bei Massenveranstaltungen zu vielen Ansteckungen kommen kann, die später nicht mehr rückverfolgt werden können, hat der er Bundesrat am 28. Februar ein Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen bis am 15. März erlassen. Über die Verlängerung des Verbots entscheidet der Bundesrat in seiner Sitzung vom 13. März. Wird das Verbot verlängert, prüft das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF in Absprache mit dem Eidgenössischen Departement des Innern EDI bis am 20. März Begleitmassnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen. Die Rückverfolgung der Ansteckungen wird so lange wie möglich weitergeführt. Gleichzeitig entwickelt der Bundesrat die Strategie zur Bekämpfung der Epidemie weiter. Mit neuen Empfehlungen für die Arbeitswelt und an die Bevölkerung soll eine grössere Ausbreitung verhindert oder verlangsamt werden. Dabei rückt der Schutz der Gesundheit von besonders gefährdeten Personen ins Zentrum. Ziel ist schwere Erkrankungsfälle und Todesfälle sowie eine Überlastung der Gesundheitseinrichtungen zu verhindern. Besonders gefährdet sind Personen ab 65 Jahren und Personen mit bestimmten Grunderkrankungen, insbesondere chronischen Atemwegserkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, geschwächtem Immunsystem, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Bei diesen Personen besteht ein erhöhtes Risiko, dass die Krankheit schwer verläuft. Dagegen ist die Rate an schweren Fällen bei gesunden Personen unter 60 Jahren gering. Wirtschaftliche Auswirkungen Der Bundesrat ist sich bewusst, dass das Coronavirus und die Massnahmen dagegen Auswirkungen auf die Arbeitswelt sowie auf das öffentliche Leben in der Schweiz haben. Der Bundesrat prüft einen möglichen Ausgleich von allfälligen Härtefällen. Das WBF führt auf verschiedenen Ebenen Gespräche mit Vertretern der Kantone, der Wirtschaft und der Sozialpartner. Das SECO nimmt die Steuerung von Fragen zu wirtschaftlichen Belangen wahr und koordiniert die unterschiedlichen Kontakte. Das WBF hat am 5. März zusammen mit Vertretern der Kantone, Sozialpartner und Wirtschaftsdachverbänden einen runden Tisch einberufen. Dabei wurde beschlossen, dass laufend diverse Massnahmen mit allen beteiligten Akteuren analysiert werden. So soll zum Beispiel rasch geprüft werden, wie Kurzarbeitsentschädigungen unbürokratisch vereinfacht werden können. Ausserdem beruft das WBF eine departementsübergreifende, fachtechnische Arbeitsgruppe ein. Deren Ziel wird die Beobachtung der wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus sein, das Erörtern des möglichen Handlungsbedarfs von Seiten des Bundes und die Koordination von allfälligen weiteren Arbeiten. Zudem haben sich am 4. März 2020 SECO, BASPO und BAK darauf verständigt, Anliegen und Fragen aus dem Bereich von Veranstaltungen und Events gemeinsam zu prüfen. Am 17. März wird die aktualisierte Konjunkturprognose publiziert. Im Zuge der Prognoseerstellung entwickelt das SECO Szenarien der Wirtschaftsentwicklung. Sie sollen helfen, die möglichen ökonomischen Auswirkungen des Coronavirus auf die Schweiz abzuschätzen. Organisation von Generalversammlungen Bezüglich der Durchführung von Generalversammlungen weist der Bundesrat auf die bestehende Möglichkeit des Aktionärs hin, sich an der GV vertreten zu lassen, insbesondere durch den unabhängigen Stimmrechtsvertreter und den Organvertreter. Betroffene Unternehmen sollen ihren Aktionären entsprechend empfehlen, sich an der GV vertreten zu lassen, um so die Zahl der Teilnehmer zu reduzieren. Der Bundesrat weist ausserdem darauf hin, dass eine GV auch verschoben werden kann; bei der sechsmonatigen Frist zur Durchführung einer GV handelt es sich einzig um eine Ordnungsfrist. Auch Beschlüsse, die an einer verspätet durchgeführten GV gefasst werden, sind gültig. Unterstützung durch Assistenzdienst der Armee Der Bundesrat hat vorsorglich entschieden, den Kantonen bei Bedarf den Assistenzdienst der Armee zur Verfügung zu stellen, etwa um die zivilen Spitaleinrichtungen zu unterstützen. Die Einsatzverantwortung liegt bei den zivilen Behörden. Diese erteilen in Absprache mit dem VBS den Auftrag. Falls der Assistenzdienst die Dauer von drei Wochen übersteigt, wird der Bundesrat dem Parlament eine entsprechende Botschaft vorlegen. Im Rahmen dieses Dienstes werden dem Kanton Tessin aktuell zwei Ambulanzen zur Verfügung gestellt. Internationale Unterstützung Die Schweiz unterstützt die Bekämpfung des Coronavirus' auf internationaler Ebene mit insgesamt neun Millionen Franken, davon fünf Millionen für die Forschung und vier Millionen für internationale Gesundheitsorganisationen.

Coronavirus: Verstärkter Schutz besonders gefährdeter Personen und Evaluation der wirtschaftlichen Auswirkungen
5
Mär

Breite Allianz lanciert Volksinitiative für ein besseres Leben im Alter - Initiative für eine 13. AHV-Rente

«Unsere Arbeit verdient gute Renten» Die AHV-Renten reichen nicht zum Leben und sie verlieren stetig an Wert. Gleichzeitig sinken die Renten aus der 2. Säule immer schneller. Und das obwohl die Beiträge der Berufstätigen in die Pensionskasse einen Höchststand erreicht haben. Wer heute und morgen pensioniert wird, erhält weniger Rente als die Jahrgänge davor. Besonders problematisch ist der Rentenrückstand der Frauen; die Gleichstellung der Geschlechter liegt in weiter Ferne. Deshalb lanciert eine breite Allianz aus Gewerkschaften, Parteien, Verbänden, RentnerInnen- und Frauenorganisationen rund um das Wochenende des internationalen Tags der Frau (8. März) die Initiative für eine 13. AHV-Rente. Es ist ein Skandal, dass Frauen im Jahr 2020 noch immer deutlich tiefere Renten haben als Männer. Über ein Drittel aller Frauen erhält im Alter gar keine Rente aus der 2. Säule. Und selbst wenn Frauen eine Pensionskasse haben, sind ihre PK-Renten durchschnittlich nur halb so hoch wie jene der Männer. Weil ihre Lebensläufe durch Erwerbsunterbrüche, Teilzeitarbeit und tiefere Löhne geprägt sind. In der AHV hingegen sind die Männer- und Frauenrenten ähnlich hoch, weil in der AHV auch die Betreuung von Kindern und Angehörigen als Arbeit anerkannt wird und zu höheren AHVRenten führt. Nur die AHV schafft diese Gleichstellung. Unia Präsidentin Vania Alleva fordert deshalb «diesen Schritt in Richtung mehr soziale Sicherheit und Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern». SGB Präsident Pierre-Yves Maillard will mit Initiative auch «die drohende Privatisierung der Altersvorsorge abwehren. Die Banken und Versicherungen reden die AHV schlecht, um möglichst viele Produkte der 3. Säule zu verkaufen.» In der Schweiz habe es genug Geld für anständige Renten. Zum Beispiel dank einer Zusatzfinanzierung aus den exorbitant hohen Nationalbank-Überschüssen. Mit der 13. AHV-Rente soll ausserdem der bereits erfolgte Zerfall der Pensionskassenrenten ausgeglichen werden, so SEV-Präsident Giorgio Tuti. Für Barbara Gysi, SP-Vizepräsidentin, ist «die Solidarität in der AHV nicht nur zwischen hohen und tiefen Einkommen einzigartig, sondern auch zwischen den Geschlechtern. Denn nur in der AHV ist die unbezahlte Familien- und Pflegearbeit rentenbildend.» So fordert die grüne Nationalrätin Léonore Porchet im Jahr nach dem Frauen*streik denn auch konkrete Verbesserungen: «Die AHV stärken heisst die Gleichstellung stärken.» Die breite Allianz beginnt heute Mittag, Donnerstag 5. März 2020, mit der Unterschriftensammlung. Aufgrund der Unsicherheiten rund um die Entwicklung der Coronavirus-Krise verweisen die InitiantInnen auf das Online-Tool auf der Website: www.AHVx13.ch. Interessierte können sich auf der Website direkt informieren und unterschreiben – und die Sammlung so auch von Zuhause aus unterstützen.

Breite Allianz lanciert Volksinitiative für ein besseres Leben im Alter - Initiative für eine 13. AHV-Rente
5
Mär

Neues Coronavirus: Erster Todesfall in der Schweiz

Der Kanton Waadt hat am 5. März 2020 einen Todesfall durch das neue Coronavirus gemeldet. Es handelt sich um den ersten Todesfall in der Schweiz.  Bei der verstorbenen Person handelt es sich um eine mit dem Coronavirus infizierte 74-jährige Frau. Sie war seit dem 3. März hospitalisiert und ist in der Nacht des 5. März verstorben. Laut Gedunheitsdirekotrin Rebecca Ruiz sei die Patientin vor zwei Tagen ins Spital eingeliefert worden. Am Mittwoch habe sie unter Atembeschwerden gelitten, die sich akut verschlimmert hätten. Wenig später sei die betagte Frau gestorben. Die Schweizer Online-Zeitung watson.ch hat ein paar Verhaltensregeln für Senioren publiziert. «Kinder überstehen eine Infektion mit dem Coronavirus problemlos, bedroht sind betagte Menschen. Was Senioren jetzt wissen müssen. Je älter die Patientin oder der Patient, desto grösser die Gefahr durch das Coronavirus. Deshalb muss besonders die ältere Bevölkerung vor einer Infektion geschützt werden. Antworten auf die wichtigsten Fragen. Dürfen Grosseltern Kinder hüten? Enkel durch Grosseltern hüten zu lassen sei derzeit nicht sinnvoll, sagt Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit. Der Bund will deshalb möglichst keine Schulen schliessen. In den vergangenen Tagen mussten aber bereits die Kinder einer Tagesstätte in Riehen und eines Kindergartens in Spreitenbach zu Hause bleiben. Kinder in Quarantäne dürfen nicht von Personen über 65 betreut werden, schreibt der kantonsärztliche Dienst des Aargaus auf einem Merkblatt. Sollen Senioren noch den öffentlichen Verkehr benutzen? Eine Weisung herauszugeben wäre unverhältnismässig, heisst es beim Bund. Stattdessen appelliere man an die Selbstverantwortung der Senioren. Wie können sich Senioren schützen? Pro Senectute rät besorgten Senioren, die sozialen Kontakte allenfalls etwas einzuschränken, in der Öffentlichkeit mindestens zwei Meter Abstand zu halten und sich an die Hygienevorschriften des Bundes zu halten. Wer das Risiko weiter verringern will, kann sich via Onlinebestellung per Lieferdienst versorgen oder vorübergehend einen Mahlzeitendienst nach Hause ordern. Welche Massnahmen treffen Altersheime? «Alters- und Pflegeheime sind im Umgang mit Viren erfahren», sagt Markus Leser vom Branchenverband Curaviva. «Jedes Heim hat einen Notfallplan.» Für das Personal ist das Einhalten der Hygienemassnahmen selbstverständlich. Viele Heime hätten nun aber Versammlungen und andere Veranstaltungen abgesagt. Auf Besuche sollte verzichtet werden, wenn sich jemand kränklich fühlt oder aus einem Risikogebiet zurückgekehrt ist.»  Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat seine Hygiene-Empfehlungen ergänzt. Neu hinzu kommt die Empfehlung, Abstand zu anderen Personen zu halten. Dies gilt zum Beispiel für das Anstehen in einer Schlange.

Neues Coronavirus: Erster Todesfall in der Schweiz
4
Mär

Prättigau/Davos soll attraktiver werden – für Senioren

Zuzüge der Generation 55plus fördern, die Verweildauer der Generation 65plus verlängern und Umzüge der Generation 80plus möglich machen. Das sind die Ziele der Regionen Albula und Prättigau/Davos, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Möglich machen soll dies das Modellvorhaben «Wohnraumstrategie für Senioren und andere Neustarter». Die Idee dahinter: Wohn- und Lebensräume sollen kooperativ und partizipativ gestaltet werden. Im Zentrum der Wohnraumstrategie stehen die Umnutzung von Gebäuden für Mehrgenerationenwohnen, das Bereitstellen von Angeboten für generationendurchmischte Wohnumfelder und Initiativen, mit denen Zweitwohnungsbesitzer eingebunden werden können. Mit einer kooperativen und partizipativen Planung sollen die Regionen als Wohnstandort gestärkt werden. Mit den «Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung 2020-2024» unterstützt der Bund innovative Projekte, die Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit verbessern und die Solidarität innerhalb und zwischen den Regionen stärken. Das von den Regionen Albula und Prättigau / Davos gemeinsam eingereichte Modellvorhaben ist eines von 32 Projekten, das aus 103 Projekteingaben ausgewählt wurde. Foto: Auftakt Modellvorhaben «Wohnraumstrategie für Senioren und andere Neustarter» 2020-2024. - Gemeinde Davos

Prättigau/Davos soll attraktiver werden – für Senioren
3
Mär

Legionellen-Bekämpfung in der Schweiz intensiviert

In warmem Wasser fühlen sie sich besonders wohl – Legionellen. Doch werden sie eingeatmet, kann das krankmachen: Wie die Gefahr durch diese Bakterien einzudämmen ist, untersucht nun ein multidisziplinäres Forschungsteam unter Leitung der Eawag in einem neu gestarteten Projekt. Das hat das Bundesamt für Gesundheit heute bekannt gegeben. In der Schweiz häufen sich die Fälle der Legionärskrankheit: 583 Fälle der schweren Lungenentzündung registrierte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) im vergangenen Jahr. 2014 waren es noch halb so viele. Trotz Antibiotikabehandlung führt die Krankheit bei fünf bis zehn Prozent der Betroffenen zum Tod. Die Erregerbakterien heissen Legionellen, die unter anderem im Wasser vorkommen. Das Einatmen von fein zerstäubten, kontaminierten Wassertröpfchen ist gefährlich. Das kann überall dort passieren, wo solche Tröpfchen entstehen: in Autowaschanlagen, Rückkühlwerken von Klimaanlagen oder industriellen Kühltürmen. Unter bestimmten Umständen allerdings können sich Legionellen auch im Trinkwasser bilden. Und dann werden Springbrunnen, Dampfbäder und Duschen zu einer potenziellen Infektionsquelle. Doch wie kommen die Krankheitserreger eigentlich in die Gebäudeinstallationen? In zentralen Trinkwasseraufbereitungsanlagen, die die Gemeinden und Städte versorgen, werden die meisten Bakterien und Nährstoffe aus dem Wasser entfernt. Auch im Verteilnetz, also den Leitungen, die Trinkwasser zu den Gebäuden bringen, bleibt die Konzentration niedrig. «Doch dann wird es problematisch», erklärt Frederik Hammes von der Abteilung Umweltmikrobiologie des Wasserforschungsinstituts Eawag. Denn in Gebäuden wird Wasser erwärmt und dadurch können sich Legionellen in den Warmwasserleitungen der Hausinstallation bilden. Bei Wassertemperaturen zwischen 35 bis 40 Grad Celsius wachsen die Erreger optimal. Zwar lassen sich Legionellen abtöten, indem das Warmwasser auf 60 Grad Celsius erhitzt wird. Doch etwa an der Duschbrause wird diese Temperatur nur selten erreicht. Hinzu kommt, dass, um Energie zu sparen, die Boiler in vielen Gebäuden unter 60 Grad bleiben. Legionellen können sich aber auch in Kaltwasserleitungen vermehren, wenn sich das Wasser regelmässig auf höhere Temperaturen erwärmt. Weitere Faktoren wie der Nährstoffeintrag über die verbauten Materialien und ein unregelmässiger oder fehlender Wasseraustausch sind ebenfalls dafür bekannt, die Vermehrung zu fördern. Viele Fragen sind jedoch noch ungeklärt: Etwa wie Legionellen-Vorkommen und Humaninfektion genau zusammenhängen oder wie Trinkwasserleitungen am effektivsten auf Legionellen untersucht werden können. Aus diesem Grund fördern das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), das Bundesamt für Energie (BFE) und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) nun das vier Jahre dauernde, multidisziplinäre Projekt «Legionellen-Bekämpfung in Gebäuden» («Legionella control in buildings» - LeCo) unter der Leitung der Eawag mit 2,5 Millionen Franken. Daran sind neben der Forschungsgruppe Trinkwassermikrobiologie von Frederik Hammes auch die Hochschule Luzern (HSLU), das Schweizerische Tropen- und Public-Health-Institut (Swiss TPH), das Kantonale Labor Zürich (KLZH) sowie die Eawag-Forschungsgruppe «Krankheitserreger und menschliche Gesundheit» unter der Leitung von Tim Julian beteiligt. Julian, zusammen mit dem Swiss TPH, will wissen, wie viele Legionellen im Duschwasser zu wie vielen Krankheitsfällen führen. Konkret: Anhand eines mathematischen Modells wollen die Forschenden die Wahrscheinlichkeit für eine Infektion bei verschiedenen Legionellen-Konzentrationen berechnen. Ein weiterer Schwerpunkt des Projektes liegt in der Verbesserung der Probennahme. Denn seit 2017 ist eine Verordnung in Kraft, nach der öffentlich zugängliche Duschen nicht mehr als 1000 Legionellen pro Liter Wasser enthalten dürfen. Doch die Bakterienzusammensetzung in einer Trinkwasserinstallation variiert und macht die Beprobung aufwändig. «Um die Aussagekraft und Vergleichbarkeit der Proben zu erhöhen, müssen wir die Entnahme optimieren und standardisieren», sagt Franziska Rölli vom Institut Gebäudetechnik und Energie der HSLU. «Eine wichtige Rolle spielt auch die Sensibilisierung und Aufklärung». Denn oft wären Fachpersonen aus der Architektur, der Fachplanung, der Sanitär-Installation und Gebäudebetrieb nicht genügend mit der Legionellen-Thematik vertraut. Deswegen legt das Projekt-Konsortium neben den Forschungsaktivitäten Wert darauf, das neu erworbene Wissen zum Beispiel in Workshops oder mittels Seminaren weiterzuvermitteln. Franziska Rölli von der Hochschule Luzern und Frederik Hammes erforschen, wie sich die krankmachenden Legionellen-Bakterien im Trinkwasser bilden. Dazu untersuchen sie unter anderem Wasserproben aus verschieden warmen Leitungen. Foto: Aldo Todaro

Legionellen-Bekämpfung in der Schweiz intensiviert
2
Mär

digitec nimmt Stellung zum Rauswurf von Twint

Es hat sich ausgetwintet. digitec.ch nimmt Stellung Beim grössten Online-Händer der Schweiz, digitec.ch, kann ab sofort nicht mehr mit Twint bezahlt werden. Ein herber Verlust. digitec.ch erklärt nun warum es zu diesem drastischen Schritt gekommen ist.  «Der Zahlungsdienstleister Twint hat uns seinen Service abgeschaltet. Der Grund: Wir wollten euch keine Gebühren oder versteckte Kosten zumuten. Der Schritt hat sich seit Monaten abgezeichnet: Twint wollte uns eine Zahlungsgebühr aufzwingen, die bei einem Vielfachen des bisherigen Preises liegt. Wir haben uns geweigert, die Offerte anzunehmen. Schliesslich hätten wir die Mehrkosten auf unsere Kunden abwälzen müssen – über generell höhere Preise oder über eine nicht zeitgemässe Gebühr für Twint-Zahlungen. Prinzip Giesskanne? Ohne uns! Wir bedauern den Schritt von Twint. Twint war bis zuletzt nach Kreditkarte und Rechnung das drittpopulärste Zahlungsmittel der digitec- und Galaxus-Kunden. Im Jahr 2015 gehörten wir zu den ersten, die die neue Zahlungsoption anboten. Wir entschieden uns für Twint, weil das Unternehmen mit dem Anspruch antrat, sich als günstiges alternatives Zahlungsmittel zu etablieren. So war ursprünglich angedacht, dass man in der Twint-App nur das Bankkonto hinterlegen kann – nicht aber teure Kreditkarten. Es kam anders. Ende Mai 2016 fusionierte Twint mit der Konkurrentin Paymit. Neu gehörten zu den Eigentümern von Twint nebst PostFinance auch die UBS, die ZKB, die Schweizer Börse SIX und der französische Zahlungsdienstleister Worldline. Nach dem Zusammenschluss wollte unnötigerweise jede Bank eine eigene Twint-App haben. Unter anderem diesen Extra-Aufwand wollen die Aktionäre nun durch die Preiserhöhung wieder hereinholen. Doch was können wir oder unsere Kunden dafür, dass Twint geschätzt eine halbe Milliarde für eine vereinfachte Banküberweisung verbrannt hat? Zudem einigten sich die Twint-Eigentümer darauf, dass die den Händlern belastete Kommission teilweise an die Bank weitergereicht wird, deren App benutzt wird. Damit überhaupt Geld zum Verteilen da ist, war Twint noch stärker genötigt, seine Preise zu erhöhen. Dagegen haben wir uns gewehrt und bis heute nicht nachgegeben. Wir wünschen uns ein entschlacktes Twint zurück, mit dem wir und vor allem unsere Kunden günstig bezahlen können. Ergänzung am 2.3.2020 Twint hat uns in einem Communiqué am 1. März vorgeworfen, «unwahre Informationen» zu verbreiten. Insbesondere schreibt Twint-Chef Markus Kilb, das Unternehmen verlange im Vergleich zu Kreditkarten und anderen Zahlungsanbietern günstige Transaktionsgebühren. Gegenüber dem Newsportal Watson sagte Kilb: «Uns sind keine Fälle bekannt, in welchen Gebühren von Twint höher als Kreditkarten wären.» Dem Tagesanzeiger sagte Kilb zudem, dass Twint weiterhin offen sei, über eine faire Vergütung zu sprechen. Tatsächlich verlangt Twint von Digitec Galaxus eine Zahlungsgebühr, die höher ist als die meisten bei uns genutzten Zahlungsoptionen. Selbst manche Kreditkarten sind bei uns günstiger als die Twint-Offerte. Und das, obwohl die Twint-Nutzer grösstenteils ihr Bankkonto hinterlegt haben – und nicht eine vermeintlich teure Kreditkarte. Wir finden: Twint hat im Onlinehandel nur eine Daseinsberechtigung, wenn die Dienstleistung klar günstiger ist als die der Kreditkarten. Von Verhandlungsbereitschaft seitens Twint kann ausserdem nicht die Rede sein: Twint beharrt seit Monaten auf einem neuen, um Faktoren höheren Preis, der für uns nicht akzeptabel ist. Und das Unternehmen ist nicht zu einem Kompromiss bereit. Twint hatte uns 2015 mit dem Versprechen überzeugt, dass sie als Debitlösung mit günstigeren Konditionen gegen die hohen Kreditkartengebühren antreten wollen. Dieses Versprechen konnte Twint nun leider nicht mehr einlösen. Weil wir den neuen Vertrag nicht annehmen wollen, hat uns Twint seinen Service abgeschaltet. Wir sind für Gespräche mit Twint weiterhin offen. Wir bedauern, dass eine für unsere Kunden beliebte Zahlungsoption weggefallen ist.» Alex Hämmerli Senior Public Relations Manager, Zürich   Und das sagt Twint dazu.    Kommentar von Roland Peter Twint als Zahlungsmittel habe ich erst kürzlich entdeckt - bei digitec.ch.  Und ich war hell begeistert. Endlich eine Lösung, die ohne Kreditkarte funktioniert. Der geschuldete Betrag wird ohne Verzögerung meinem Bankkonto belastet. Zudem ermöglicht Twint das Bezahlen ohne die Angabe von persönlichen Finanzinformationen des Nutzers. Das soll nun nicht mehr möglich sein? Leider ja. Als Landbewohner ohne vernünftigen ÖV-Anschluss bin ich ab und zu froh, gewisse Dinge im Online-Shop bestellen zu können. Eine Kreditkarte besitze ich aus Überzeugung keine. Also war Twint die ideale Lösung.  Das Gestürm der beiden (digitec.ch und Twint) betriff mich als Kunde direkt. Und es nervt. Die sturen Böcke in den Chefetagen vollführen einen Kindergartentanz. Kundenfreundlich ist das nicht. Beide streben doch nur nach Gewinnmaximierung. Und mich zwingen sie, wieder vermehrt mit dem Auto einkaufen zu gehen, oder einen anderen Online-Shop zu suchen, zB. brack.ch, der allerdings etwas höhere Preise hat.  digitec.ch soll doch die höheren Gebühren den Twint-Benutzern belasten. Und es mir als Konsument überlassen, ob ich das aktzeptieren will oder nicht. digite.ch schreibt von «versteckten Kosten», die der Shop uns Konsumenten nicht «zumuten» will. Warum versteckt? In so seinem Fall erwarte ich eine offene, transparente Information und kein Versteckspiel.  Also ihr beiden, setzt euch nochmals an einen Tisch und denkt an uns Konsumenten. Ich warte gerne auf eine positive Meldung.

digitec nimmt Stellung zum Rauswurf von Twint
2
Mär

Der Bund stellt auf ROT

Die Situation rund um das neue Coronavirus hat sich in der Schweiz und den Nachbarländern in den vergangenen Tagen weiter verschärft. Der Bund passt deshalb die Grundfarbe seiner Kampagne „So schützen wir uns“ an und fügt weitere Hygiene- und Verhaltensregeln hinzu. Mittlerweile ist es auch innerhalb der Schweiz zu Übertragungen des neuen Coronavirus gekommen, etwa im Wallis und in Graubünden. Die Übertragungskette kann in diesen Fällen noch nachverfolgt werden; die Kontaktpersonen werden informiert. Weitere Übertragungen innerhalb der Schweiz sind wahrscheinlich. Dies macht einen höheren Schutz insbesondere vulnerabler Bevölkerungsgruppen notwendig. Dazu gehören ältere Menschen oder Menschen mit Vorerkrankungen. Das BAG empfiehlt der Bevölkerung deshalb in seiner Kampagne „So schützen wir uns“ zusätzliche Verhaltens- und Hygieneregeln. Die Kampagne wechselt ab sofort von der bisherigen Farbe Gelb auf Rot. Dies bedeutet, dass die bisherigen drei Hygieneregeln „Gründlich Händewaschen“, „In Taschentuch oder Armbeuge husten und niesen“ und „bei Fieber und Husten zu Hause bleiben“ jetzt um drei weitere Regeln erweitert werden: «Papiertaschentuch nach Gebrauch in geschlossenen Abfalleimer», «Händeschütteln vermeiden» und «Nur nach telefonischer Anmeldung in Arztpraxis oder Notfallstation». Mit dem Wechsel zu Rot wird für die Bevölkerung sichtbar, dass ab jetzt diese zusätzlichen Hygiene- und Verhaltensregeln gelten, um sich selbst und andere möglichst vor einer Ansteckung mit dem neuen Coronavirus zu schützen. Das Kampagnematerial wurde in den letzten Tagen auf der Website des BAG von zahlreichen Organisationen und Unternehmen als pdf heruntergeladen und ausgedruckt. Sie können die neueste Version mit dem heutigen Datum hier herunterladen: https://www.bag-coronavirus.ch

Der Bund stellt auf ROT
28
Feb

Coronavirus: Bundesrat verbietet grosse Veranstaltungen

Der Bundesrat hat sich heute, 28. Februar 2020, zu einer ausserordentlichen Sitzung getroffen. Aufgrund der aktuellen Situation und der Ausbreitung des Coronavirus, stuft der Bundesrat die Situation in der Schweiz als «besondere Lage» gemäss Epidemiengesetz ein. Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen werden verboten. Dieses Verbot tritt sofort in Kraft und gilt mindestens bis am 15. März. Der Schutz der Bevölkerung hat für den Bundesrat oberste Priorität. Er reagiert auf die jüngste Entwicklung der Coronavirus-Epidemie und stuft die Situation in der Schweiz als «besondere Lage» gemäss Epidemiengesetz ein. Dies ermöglicht dem Bundesrat, in Absprache mit den Kantonen selber Massnahmen anzuordnen, die normalerweise in der Zuständigkeit der Kantone liegen. Der Bundesrat verbietet öffentliche und private Veranstaltungen in der Schweiz, an der sich gleichzeitig mehr als 1000 Personen aufhalten. Dieses Veranstaltungsverbot gilt ab sofort bis mindestens bis zum 15. März. Für den Vollzug und die Kontrolle sind die Kantone zuständig. Bei öffentlichen oder privaten Veranstaltungen, bei denen weniger als 1000 Personen teilnehmen, müssen die Veranstalter zusammen mit der zuständigen kantonalen Behörde eine Risikoabwägung vornehmen, ob sie die Veranstaltung durchführen können oder nicht. Der Bundesrat ist sich bewusst, dass diese Massnahme weitreichende Auswirkungen für die Bevölkerung der Schweiz hat. Sie verspricht aber einen wirksamen Schutz für die Menschen im Land und für die öffentliche Gesundheit. Durch die Massnahme soll die Verbreitung des Coronavirus in der Schweiz eingedämmt werden. Wie Bundesrat Alain Berset an einer Medienkonferenz sagt, seien 15 Personen momentan positiv auf den Coronavirus getestet worden. Mehr als hundert Personen befinden sich in Quarantäne.  

Coronavirus: Bundesrat verbietet grosse Veranstaltungen
27
Feb

6. Fall in der Schweiz: «So schützen wir uns», BAG lanciert per sofort Informationskampagne

6. Fall in der Schweiz: «So schützen wir uns», BAG lanciert per sofort Informationskampagne Das Bundesamt für Gesundheit wendet sich ab sofort mit Hygiene- und Verhaltensregeln an die Bevölkerung, um die Verbreitung des neuen Coronavirus zu verhindern oder zu bremsen. Das Ziel der Kampagne ist der Schutz der Bevölkerung in der Schweiz. Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat diese Woche im Zusammenhang mit dem neuen Coronavirus Massnahmen an der Grenze zu Italien und für die Bevölkerung beschlossen. So lanciert das BAG unter anderem eine Kampagne zur Bevölkerungsinformation. In einem ersten Schritt sollen drei wichtige Hygiene- und Verhaltensregeln breit bekannt gemacht werden. Erstens: Gründlich Hände waschen; zweitens: In Taschentuch oder Armbeuge husten und niesen; drittens: Bei Fieber und Husten zu Hause bleiben. Als Sofortmassnahme an den Grenzübergängen zu Italien, den grösseren Bahnhöfen und an Autobahnraststätten werden Flyer verteilt. Zudem informieren Plakate die Grenzgänger und Reisenden über wichtige Verhaltensregeln. Zur Information der breiten Bevölkerung erscheinen ab Freitag, 28.02.2020, in verschiedenen Zeitungen Anzeigen mit den drei Verhaltens- und Hygieneregeln. Anfang nächster Woche folgen Bewegtbild-Werbemittel in Fernsehen und Online sowie digitale Plakate. Eine Website mit der URL www.bag-coronavirus.ch wird ebenfalls in Kürze aufgeschaltet. Für Unternehmen und Organisationen stehen die Werbemittel online als PDF zur Verfügung und können bestellt werden. Weil sich die Situation laufend verändert und die Werbemittel regelmässig angepasst werden, sind sie mit einem Datum gekennzeichnet. Wenn zusätzliche Massnahmen notwendig sind, kommuniziert das BAG mit weiteren Piktogrammen neue Hygiene- und Verhaltensregeln. Dann werden die jetzt gelben Werbemittel in roter Farbe veröffentlicht, um den Neuigkeitswert der Information sichtbar zu machen. Empfehlung des Bundesamtes für Gesundheit: So waschen Sie Ihre Hände richtig. Sechster bestätigter Fall in der Schweiz Bei einer Person aus dem Kanton Aargau wurde das neue Coronavirus nachgewiesen. Die Person hat sich vor rund einer Woche in Norditalien aufgehalten. Sie ist in einem Aargauer Spital isoliert. Ihr Gesundheitszustand ist gut. Damit steigt die Zahl der positiv getesteten Fälle in der Schweiz auf fünf. Die erkrankte Person, ein 26jähriger Mann, hielt sich vor rund einer Woche auf einer Geschäftsreise in Verona (Norditalien) auf. Nach der Heimreise erkrankte die Person und blieb infolge zuhause.  Nahe Kontakte der erkrankten Person wurden informiert und unter Quarantäne gestellt. Kanton und Bund ergreifen alle Massnahmen zur Prävention einer Übertragung des Virus auf weitere Personen. Hierzu gehören die Identifikation möglicher weiterer Kontaktpersonen und deren Überwachung in Quarantäne in den kommenden 14 Tagen. Im Kanton Zürich hat sich gemäss Behörden am Donnerstag die erste Ansteckung mit dem Coronavirus bestätigt. Der Fall ist die sechste bestätigte Infektion mit dem Coronavirus in der Schweiz. Betroffen ist eine 30-Jährige, die bis vor einer Woche in Mailand war. Die Patientin wurde im Stadtspital Triemli hospitalisiert, enge Kontaktpersonen befänden sich bereits in Quarantäne. Mit der steigenden Zahl bestätigter Fälle auf der ganzen Welt und vor allem in Norditalien besteht die Wahrscheinlichkeit, dass auch in der Schweiz weitere Infektionsfälle diagnostiziert werden. Die medizinischen Einrichtungen in der Schweiz sind darauf vorbereitet, Verdachtsfälle frühzeitig erkennen und abklären zu können sowie weitere erkrankte Personen zu versorgen.

6. Fall in der Schweiz: «So schützen wir uns», BAG lanciert per sofort Informationskampagne
27
Feb

Drei neue bestätigte Corona-Virus-Fälle in der Schweiz

Bei einer Person aus dem Kanton Genf und zwei Personen im Kanton Graubünden wurde das neue Coronavirus nachgewiesen. Die Person im Kanton Genf ist vor ein paar Tagen aus der Region Mailand in die Schweiz zurückgekehrt. Alle drei Erkrankten sind im Spital hospitalisiert und isoliert. Ihr Gesundheitszustand ist gut. Die Zahl der positiv getesteten Fälle in der Schweiz steigt damit auf vier. Die Person im Kanton Genf hielt sich vor ein paar Tagen in der Region Mailand auf und wurde nach seiner Rückkehr in die Schweiz positiv auf das neue Coronavirus getestet. Der Mann ist im Genfer Universitätsspital isoliert. Die Analyse des Referenzlabors für neu auftretende Viruserkrankungen (NAVI) in Genf hat bestätigt, dass die Person am neuen Coronavirus erkrankt ist. Die beiden Personen im Kanton Graubünden sind ebenfalls isoliert im Spital und bei guter Gesundheit. Nahe Kontakte der erkrankten Personen wurden informiert und unter Quarantäne gestellt. Kanton und Bund ergreifen alle Massnahmen zur Prävention einer Übertragung des Virus auf weitere Personen. Hierzu gehören die Identifikation möglicher weiterer Kontaktpersonen und deren Überwachung in Quarantäne in den kommenden 14 Tagen. Mit der steigenden Zahl bestätigter Fälle auf der ganzen Welt und vor allem in Norditalien besteht die Wahrscheinlichkeit, dass auch in der Schweiz weitere Infektionsfälle diagnostiziert werden. Die medizinischen Einrichtungen in der Schweiz sind darauf vorbereitet, Verdachtsfälle frühzeitig erkennen und abklären zu können sowie weitere erkrankte Personen zu versorgen.

Drei neue bestätigte Corona-Virus-Fälle in der Schweiz
26
Feb

Tödliche Stürze der Senioren nehmen zu

In den letzten Jahren sind immer mehr Menschen an den Folgen eines Sturzes gestorben. Die Anzahl tödlicher Unfälle ist in einem Zeitraum von 10 Jahren um über 40 Prozent gestiegen. Vor allem Seniorinnen und Senioren sind gefährdet. Das richtige Training kann das Risiko zu stürzen minimieren. Die BFU und ihre Partner verstärken deshalb die Kampagne «sicher stehen – sicher gehen» erneut. Künftig wird ein Qualitätslabel für Kurse eingeführt, die gezielte Übungen zur Sturzprävention beinhalten. Tödliche Sturzunfälle im Haushalt und in der Freizeit haben in einem Zeitraum von 10 Jahren um über 40 Prozent zugenommen. Der Hauptgrund für die Zunahme ist die demografische Entwicklung, denn: Seniorinnen und Senioren sind besonders gefährdet zu stürzen. Ihr Anteil an den tödlichen Sturzunfällen macht im Durchschnitt 94 Prozent aus. Jede zweite Person über 60 gibt an, zu trainieren Sein Risiko zu stürzen verringert, wer regelmässig Gleichgewicht, Kraft und die Kognition trainiert. Das haben zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt. Der BFU-Bevölkerungsbefragung 2018 zufolge, gibt bereits heute jede zweite Person ab 60 Jahren an, regelmässig zu trainieren. Davon sagt fast die Hälfte aller Männer ab 60 Jahren von sich, lieber zu Hause zu trainieren. Bei den trainierenden Seniorinnen sind hingegen Gruppenkurse (mit 33 Prozent) oder eine Kombination von Gruppe und Heimtraining (mit 41 Prozent) besonders beliebt. «Regelmässiges und zielgerichtetes Training, angeleitet von einer Fachperson, ist immer wirksam – wenn es auf die einzelne Person zugeschnitten und richtig dosiert ist», sagt Barbara Pfenninger, Expertin für Sturzprävention bei der BFU. Für untrainierte Personen sei es nicht ratsam, zu Hause alleine mit dem Training anzufangen. Ideal sei, mit einem angeleiteten Kurs oder einer ärztlich verschriebenen Physiotherapie zu beginnen, so Pfenninger weiter. Empfehlenswert seien insgesamt drei Trainingseinheiten pro Woche zu je mindestens 30 Minuten, im Kurs oder zu Hause mit gezielten Gleichgewichts- und Kraftübungen. Auf sichergehen.ch finden sich über 1500 Kursangebote. Wer seine Postleitzahl eingibt, findet Kurse in seiner Nähe. Übungsprogramme für zu Hause in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen werden auf der neugestalteten Webseite ebenfalls vorgestellt.

Tödliche Stürze der Senioren nehmen zu
25
Feb

Erster Corona-Fall in der Schweiz bestätigt

Bei einer Person aus dem Kanton Tessin wurde das neue Coronavirus 2019-nCoV nachgewiesen. Die Person ist hospitalisiert und isoliert. Ihr Gesundheitszustand ist gut. Um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu verstärken, nahm Bundesrat Alain Berset heute in Rom an einem Treffen mehrerer Gesundheitsminister teil. Die erkrankte Person hielt sich vor rund 10 Tagen in Italien auf. Dort hatte sie an einer Versammlung in der Nähe von Mailand teilgenommen. Die Analyse des Referenzlabors für neu auftretende Viruserkrankungen (NAVI) in Genf hat den Verdacht bestätigt, dass die Person am neuen Coronavirus erkrankt ist. Dies ist der erste bestätigte Fall in der Schweiz. Nahe Kontakte der erkrankten Person werden informiert und unter Quarantäne gestellt. Kanton und Bund ergreifen alle Massnahmen zur Prävention einer Übertragung des Virus auf weitere Personen. Hierzu gehören die Identifikation möglicher weiterer Kontaktpersonen und deren Überwachung in Quarantäne in den kommenden 14 Tagen. Trotz dieses ersten in der Schweiz diagnostizierten Falls ändert sich nichts an der Einschätzung der Gefährdung: Das neue Coronavirus stellt zurzeit für die Bevölkerung der Schweiz ein moderates Risiko dar. Mit der steigenden Zahl bestätigter Fälle auf der ganzen Welt und vor allem in Norditalien besteht die Wahrscheinlichkeit, dass auch in der Schweiz weitere Infektionsfälle diagnostiziert werden. Die medizinischen Einrichtungen in der Schweiz sind darauf vorbereitet, Verdachtsfälle frühzeitig erkennen und abklären zu können sowie weitere erkrankte Personen zu versorgen.Die Schweiz steht im engen Austausch mit den umliegenden Ländern und Nachbarstaaten. Bundesrat Alain Berset ist heute auf Einladung Italiens in Rom mit den Gesundheitsministern von Italien, Frankreich, Deutschland, Österreich, Kroatien und Slowenien zusammengekommen, um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu verstärken. Der enge Kontakt auf Ministerebene wird fortgeführt. Bisher wurden bei rund 300 Personen in der Schweiz mit Verdacht auf das neue Coronavirus abgeklärt. Dabei wurden Abstriche aus Nase und Hals in Diagnose-Labors untersucht. Mehrere Personen sind in ihrem Wohnkanton in Quarantäne. Sie müssen in ihrer Wohnung bleiben und den Kontakt zu anderen vermeiden. 70 Tests sind aktuell noch hängig.  Das neue Coronavirus wurde erstmals Anfang 2020 in der chinesischen Provinz Hubei nachgewiesen. Gemäss Behördenangaben sind weltweit inzwischen mehr als 80 000 Erkrankungsfälle bestätigt. Das Bundesamt für Gesundheit informierte an einer Medienkonferenz am Dienstag, 25.2.2020. Der Kanton Tessin informierte gleichzeitig in Bellinzona. Was tun? Das Bundesamt für Gesundheit schlägt vor: Waschen Sie sich regelmässig die Hände mit Wasser und Seife oder nutzen Sie ein Hand-Desinfektionsmittel. Niesen oder husten Sie in ein Taschentuch; oder wenn sie keines haben, in Ihre Armbeuge.  Bild: Screenshot Youtube/Pressekonferenz Welche Symptome verursacht das Coronavirus?  Zu Beginn (d.h. nach der Inkubationszeit) tritt oft ähnlich wie bei einer Grippe ein unspezifisches Unwohlsein, Müdigkeit und Fieber auf. Es folgen meist Atemwegssymptome, typisch ist ein trockener Husten. Weniger häufige Symptome sind: Kopfschmerzen, selten Muskelschmerzen, Übelkeit und Durchfall. Nur sehr selten wurden Schnupfen und Halsschmerzen beobachtet (dies spricht eher für eine «gewöhnliche Erkältung»).In vielen milderen Fällen bleiben die erwähnten Symptome über einige Tage bestehen, bevor man wieder gesund wird.Im Fall eines schweren Erkrankungsverlaufs kann es nach rund einer Woche zu Kurzatmigkeit sowie im schlimmsten Fall zu einer Lungenentzündung (= Pneumonie) mit Atemnot und Befall weiterer Organsysteme kommen.Häufiger von einem schweren Erkrankungsverlauf betroffen sind vorwiegend ältere Menschen und Menschen mit einer chronischen Vorerkrankung (insbesondere Bluthochdruck, Herz- und Lungenerkrankungen, Diabetes oder Erkrankungen, die das Immunsystem beeinträchtigen). Einzelne schwere Fälle betrafen auch jüngere, zuvor gesunde Personen.Es ist zurzeit noch unklar, wie häufig solche schweren Verlaufsformen bei einer Infektion durch das neue Coronavirus auftreten, die Mehrzahl zeigt jedoch einen milden Verlauf. Mindestens 10 Prozent der Erkrankten haben kein Fieber, und bei einigen tritt kein Husten auf. Bei mehreren Personen wurde eine Infektion mit dem neuen Coronavirus nachgewiesen, die gar keine Symptome zeigten.Zurzeit ist unklar, wie hoch die Sterblichkeit (= die sogenannte «Letalität» bzw. «Case Fatality Ratio; CFR») bei einer Infektion mit dem neuen Coronavirus ist. Zurzeit wird davon ausgegangen, dass die Sterblichkeit bei einer 2019-nCoV-Erkrankung unter 3 Prozent liegt. (Zum Vergleich: die Sterblichkeit bei Masern liegt bei rund 0,1 Prozent, diejenige von SARS lag bei rund 10 Prozent; bei MERS liegt sie bei 35 Prozent).Der Verlauf dieser Epidemie in den nächsten Tagen und Wochen wird hierzu mehr Klarheit schaffen.

Erster Corona-Fall in der Schweiz bestätigt

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