Politik —   BAG / Publiziert am Freitag, 22. September 2023

Der Bundesrat fördert Generika und Zugang zu lebenswichtigen Arzneimitteln



Der Bundesrat will einen rascheren Zugang zu lebenswichtigen Arzneimitteln verbessern und den Verkauf von Generika und Biosimilars fördernt. Das Einsparpotenzial dieser Massnahmen wird auf rund 250 Millionen Franken jährlich geschätzt. Die Revision umfasst folgende drei Punkte;

Einzelfallvergütung: Diese Regelung ermöglicht einen schnellen Zugang zu dringend benötigten Arzneimitteln, die nicht in der Spezialitätenliste aufgeführt sind. Um eine gleichmässigere Bewertung und Preisfestlegung sicherzustellen, werden einheitliche Nutzenbewertungsregeln eingeführt. Die Krankenversicherer werden verpflichtet, das gleiche Nutzenbewertungstool zu verwenden, und gemeinsame Nutzenbewertungen sind erlaubt. Dies soll die Ungleichbehandlung reduzieren und die Transparenz erhöhen.

Förderung von Generika und Biosimilars: Die Überarbeitung zielt darauf ab, den Einsatz von kostengünstigen Generika und Biosimilars zu fördern, um das Einsparpotenzial zu erhöhen. Die Preisbildung einiger Generika und Biosimilars wird angepasst, und die Kostenbeteiligung der Patienten für teure Originalpräparate wird erhöht.

Prozessoptimierung: Die Aufnahme von Arzneimitteln in die Spezialitätenliste wird beschleunigt. Pharmaunternehmen können Vorabklärungen mit dem Bundesamt für Gesundheit durchführen, und ein neuer Prozess ermöglicht eine parallele Marktzulassung und Aufnahme in die Spezialitätenliste.

Diese Massnahmen sollen dazu beitragen, den Zugang zu lebenswichtigen Arzneimitteln zu verbessern, Kosten zu senken und die Verwendung von kostengünstigen Arzneimitteln zu fördern.